"Neues" Data Warehouse muss her

Anbieter bleiben Lösung schuldig

05. August 2009
Rüdiger Spies widmet sich als Ind. VP Software Markets beim Analystenhaus PAC überwiegend dem Themenbereichen Enterprise Applications und zugehörige Infrastrukturen. Dazu gehören erweiterte ERP-Systeme (CRM, SCM), Business Analytics (Big Data), Cloud-Technologien, Mobile Technologien und IT-Architekturen. Vor seiner Tätigkeit bei PAC konnte er über 30 Jahre Erfahrung bei anderen Analystenunternehmen (META Group/heute Gartner, Experton, IDC) und Industrieunternehmen (IBM, Informix, GEI-Rechnersystem/heute T-Systems) sammeln. Spies wurde zwei Mal zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten in der deutschen IT-Szene gewählt und ist als Keynote-Speaker und aus den Medien (z.B. ntv) bekannt. Darüber hinaus ist Rüdiger Spies als Patentanwalt bei LifeTech IP tätig.
Data Warehouse Lösungen funktionieren nur mit strukturierten Daten. Eine herstellerneutrale Integration von unterschiedlichen Datentypen fehlt bisher. Eine neue technische Lösung muss her. Aber wo, liebe Hersteller, ist die zurzeit erkennbar, fragt IDC-Analyst Rüdiger Spies in seiner Kolumne.
IDC-Analyst Rüdiger Spies: "Wahre Produktivitätssprünge können erst erreicht werden, wenn strukturierte und unstrukturierte Daten kombiniert werden."
IDC-Analyst Rüdiger Spies: "Wahre Produktivitätssprünge können erst erreicht werden, wenn strukturierte und unstrukturierte Daten kombiniert werden."

Alle Welt spricht von einer explodierenden Datenflut. Bis 2010 wird die Menschheit 988 Exabyte (Milliarden Gigagbyte) Information erstellen. Dabei wird inzwischen von einem jährlichen Wachstum von knapp 60 Prozent ausgegangen.

Circa 80 Prozent der Daten sind sogenannte unstrukturierte Daten, also Texte, Grafiken, Filme usw. Damit Unternehmen im Wettbewerb besser bestehen können, sollten sie Informationen wie andere Assets - also beispielsweise Maschinen, Mitarbeiter - behandeln.

Wahre Produktivitätssprünge können allerdings erst erreicht werden, wenn strukturierte und unstrukturierte Daten kombiniert werden. Zwar kann man heute leicht XML-Daten in relationale Datenbanken speichern. Aber dies stellt keine vollständige Lösung des Problems dar.

Vor rund 15 Jahren gab es einen Analyseboom auf der Basis der damals neuen Data Warehouse-Technologie, die sich bis heute vielen Mutationen unterwerfen musste. Das Wachstum dieser Technologie kann immer noch als überdurchschnittlich bezeichnet werden. Dabei kann sie für sich auch in Anspruch nehmen, dass aus den Unternehmensdaten wertvolle Informationen entstehen, die zu besseren Entscheidungen führen.

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