Kaspersky zu Mobile Malware

Android erleidet Windows-Schicksal

29. November 2011
Von Kolja Kröger
Besonders auf Kontakte, SMS, GPS-Daten und Fotos haben Android-Schädlinge abgesehen, warnt Kaspersky. Die Google-Plattform wird Top-Ziel für Attacken.

Die Warnungen der Security-Anbieter häufen sich, ob von Symantec, Bitedefender oder jetzt wieder Kaspersky Lab: Das mobile Betriebssystem Android mausert sich zum Top-Ziel der Cyberkriminellen. "Mittlerweile vereint Android mehr als 46 Prozent der mobilen Schadprogramme auf sich, Tendenz steigend", heißt es in einer Mitteilung der russischen Malware-Bekämpfer. Allein im September stieg die Anzahl an neuer Android-Malware um 30 Prozent.

Besonders scheinen es die Angreifer auf Informationen abgesehen haben. Nach Kaspersky-Analysen stehlen 34 Prozent, also ein gutes Drittel, persönliche Daten. "Ein alarmierender Trend, wenn man bedenkt, dass derartig verseuchte Apps bereits im offiziellen Android Market aufgetaucht sind."

Spyware späht Kontakte, SMS, GPS-Koordinaten und Fotos aus

Der Spion "Trojan-Spy.AndroidOS.Antammi.b." zum Beispiel gab sich bis dort bis vor kurzem als App zum Download von Klingeltönen aus, ist nach Hinweisen aber entfernt worden. Russische User konnten damit tatsächlich SMS an Bezahldienste schicken, um sich Klingeltöne oder Musik zu laden. Ihre kriminelle Energie entfaltete die MalwareMalware im Hintergrund. Alles zu Malware auf CIO.de

Das Ziel der Angreifer: Kontakte, SMS, GPS-Koordinaten und Bilder. Von ähnlichen Spionen berichtet auch Symantec. Einige können offenbar unbemerkt das Handy-Mikrofon einschalten. Andere wie Android.Tapsnake tarnen sich als Spiel und funken alle 15 Minuten den Aufenthaltsort des Nutzers an die Kriminellen. Antammi.b verschickt die gesammelten Daten dann per E-mail.