Forbes-Liste

Angela Merkel bleibt mächtigste Frau der Welt

29. Mai 2014
Die Bewunderung ist ungebrochen: Zum vierten Mal in Folge hat das "Forbes"-Magazin Angela Merkel zur mächtigsten Frau der Welt gekürt. Überraschungen gibt es auf den folgenden Plätzen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bleibt die mächtigste Frau der Welt - zumindest für das Wirtschaftsmagazin "Forbes". Die New Yorker setzten die Deutsche zum vierten Mal in Folge auf ihrer Liste der "100 mächtigsten Frauen der Erde" auf Platz eins. In diesem Jahr folgen erstmals US-Notenbankchefin Janet Yellen, Wohltäterin Melinda Gates und Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff.

Seit Merkel 2006 das erste Mal in die Liste aufgenommen wurde, und zwar gleich auf Platz eins, hatte sie sich nur einmal, 2010, mit Platz vier begnügen müssen. "Sie ist der erste politische Star aus Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung", schreibt "Forbes". "Kanzlerin Merkel ist zugleich das Rückgrat und einer der Architekten einer Europäischen Union der 28 Mitglieder mit einem Bruttosozialprodukt von 15,8 Billionen Dollar".

Yellen (67) hat es als Senkrechtstarterin auf den zweiten Platz geschafft, weil sie die erste Frau "an der Spitze der mächtigsten Notenbank der Welt" ist. Sie verdrängt Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff (66), die als "eines der mächtigsten Staatsoberhäupter der Erde") diesmal auf Platz vier landete. Dazwischen bleibt auf Platz drei Philanthropin Melinda Gates (49), die allein im Jahr 2012 etwa 3,4 Milliarden Dollar für Hilfsprojekte gespendet habe. Auf Platz fünf kommt die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde (58).

Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton (66) rutschte um einen Platz auf Rang sechs, dahinter kommt die neue General-Motors-Chefin Mary Barra (52). Die war im letzten Jahr noch gar nicht dabei. Auf Platz acht landet Michelle Obama (59) - im vergangenen Jahr wurde sie noch auf Rang vier gesehen. Jüngste unter den ersten Zehn ist Facebook-Chefin Sheryl Sandberg (44), die auf Platz neun landete, vor IBM-Chefin Virginia Rometty (56).

14 der 20 Frauen, die aus Sicht des Wirtschaftsmagazins die mächtigsten der Welt sind, kommen aus den USA. Von diesen 20 sind zehn Chefs von Wirtschaftsunternehmen, sieben sind Staatslenker oder in anderen hohen politischen Positionen. Zwei kommen aus der Kultur: Medienkönigin Oprah Winfrey (60, Platz 14) und Sängerin Beyonce Knowles (32, Platz 17). Gates ist selbst Unternehmerin, widmet sich aber nur noch der Stiftung, die sie mit ihrem Mann, Microsoft-Gründer Bill Gates, betreibt. (dpa/rs)

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