Die IT-Abteilung wird es schon richten

Angestellte gehen sorglos mit IT-Sicherheit um

19. September 2005
Computer-Nutzer sind bei verdächtigen E-Mails oder Internet-Links äußerst vorsichtig – außer, sie wissen, dass sie im Notfall auf die Dienste einer IT-Abteilung zurückgreifen können. Das hat der japanische Anbieter Trend Micro in einer weltweiten Nutzerbefragung herausgefunden. Demnach hat ein Drittel der Befragten im vergangenen Quartal den Helpdesk wegen Sicherheitsproblemen kontaktieren müssen.

Zumindest eines können sich die IT-Abteilungen gutschreiben: Die befragten Angestellten haben offenbar großes Vertrauen in die Fähigkeiten der IT-Experten ihrer Unternehmen. 39 Prozent sind der Meinung, dass sie die IT-Abteilung vor Spyware oder PhishingPhishing beschützen kann. Entsprechend lassen viele Nutzer an ihrem Arbeitsplatz alle Vorsicht fahren. Alles zu Phishing auf CIO.de

Mit Sicherheits-Software und der IT-Abteilung im Rücken fühlen sich IT-Mitarbeiter sicher.
Mit Sicherheits-Software und der IT-Abteilung im Rücken fühlen sich IT-Mitarbeiter sicher.

40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie an ihrem Firmenrechner wesentlich riskanter surfen als privat, weil sie die IT-Abteilung im Notfall zur Unterstützung haben. Mehr als zwei Drittel (63 Prozent) scheuen sich im Job nicht, verdächtige Links oder Websites aufzurufen, da ja ohnehin Sicherheits-Software auf den Rechnern installiert sei.

In der Studie zeigt sich die eindeutige Korrelation zwischen der Existenz einer IT-Abteilung und dem Hang von Mitarbeitern zur Risikobereitschaft beim Surfen. Das geht sogar soweit, dass eine Mehrheit der Befragten verdächtige Links oder E-Mails lieber am Arbeitsplatz öffnet, als damit den privaten PC zu gefährden.

US-Mitarbeiter besonders risikofreudig

Diese Mentalität ist der Erhebung zufolge vor allem bei US-amerikanischern Arbeitnehmern ausgeprägt: Drei Viertel von ihnen gaben an, gefährliche Websites oder E-Mails im Büro zu öffnen, weil sie dank der dort installierten Sicherheits-Software nichts zu befürchten hätten. Von den deutschen Befragten verfahren so rund 65 Prozent, während japanische Angestellte deutlich sensibler beim Thema IT-Sicherheit zu sein scheinen. Von ihnen öffnen nur 42 Prozent verdächtige Online-Inhalte am Firmenrechner.