Teurer Spaß durch Facebook, Google+ & Co.

Angst um den guten Ruf

01. September 2011
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Nie war es so einfach, mit Kunden in direkten Kontakt zu treten. Aber Unternehmen droht auch Unbill, wie Symantec in einer Umfrage herausgefunden hat.
Social Media ist toll, verursacht aber auch hohe Kosten - wenn man nicht aufpasst.
Social Media ist toll, verursacht aber auch hohe Kosten - wenn man nicht aufpasst.
Foto: Nerlich Images - Fotolia.com

Siegfried Toma* arbeitet bei Bäcker Eden* in einem kleinen Städtchen in Nordrhein-Westfalen. Via Facebook teilte er (nicht nur!) seinen Freunden kürzlich mit: Die Lebensmittelkontrolle war gestern da! :-( Voll scheiße müssen alles bis in 3 Wochen sauber machen sonst gibt es Ärger von denen und Chef darf zahlen und kann dann erstmal dicht machen! Dann dürfen wir alle zusammen die Backstube aufräumen!!:-( Dann kommt die Lebensmittelkontrolle wieder und entscheidet ob es gut ist oder nicht, wenn ja ist alles ok aber wenn nicht, dann muss Chef schließen für eine bestimmte Zeit bis alles in Ordnung ist!

Würden Sie bei diesem Bäcker weiterhin vertrauensselig Ihre Brötchen kaufen? Kunden der Bäckerei jedenfalls, die diesen öffentlichen (!) Post des Mitarbeiters lesen, könnten leicht von weiteren Besuchen in der Backstube absehen. Die Folgen sind schwer abschätzbar, aber da: Weniger Umsatz sowie ein Schaden an Ruf und Marke wären die Konsequenz.

Unternehmen freuen sich einerseits über die Möglichkeiten der Social Media (SM), um mit Kunden in direkten Kontakt zu kommen. Den Datenschützern von Symantec zufolge sind FacebookFacebook, GoogleGoogle+, TwitterTwitter & Co. "eine der größten Marketing-Innovationen der vergangenen 20 Jahre". Andererseits sorgen unkontrollierte Aktivitäten der eigenen Mitarbeiter oft für Schaden an Umsatz und Image, wie Symantec in einer weltweiten Umfrage unter 1.225 Unternehmen herausgefunden hat. Alles zu Facebook auf CIO.de Alles zu Google auf CIO.de Alles zu Twitter auf CIO.de

Erfreulich klingen zunächst die Zahlen zur Nutzung sozialer NetzwerkeNetzwerke: In 45 Prozent der befragten Unternehmen sind Mitarbeiter für private, in 42 Prozent für berufliche Zwecke dort unterwegs. Die SM-Profis netzwerken dort mit Kunden und anderen Mitarbeitern, kommunizieren in Foren über Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen und nutzen Blogs für direktes Marketing. Alles zu Netzwerke auf CIO.de

(*Namen geändert)