Sicherheitsreport für T-Systems

Angst vor Datenmissbrauch steigt

15. November 2011
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Betrug und Datenmissbrauch im Internet sind Entscheidern zufolge die größten Gefahren für die Bevölkerung in Deutschland. Das zeigt eine Allensbach-Studie.

Entscheidungsträger aus der Wirtschaft und Bürger wurden im Rahmen einer Studie nach ihrer Risikoliste für die Menschen in Deutschland gefragt. Auftraggeber des "Sicherheitsreports 2011" ist T-Systems. Das Ergebnis zeigt wieder einmal, wie wichtig das Aufgabengebiet der CIOs ist. Zwei Drittel der Entscheidungsträger aus der Wirtschaft messen dem Schutz vor unerlaubten Zugriffen von außen einen sehr hohen, weitere 29 Prozent einen hohen Stellenwert bei.

Die befragten Entscheider sehen IT-Gefahren mit deutlichem Abstand an der Spitze der Risiken und Gefahren für die Menschen in Deutschland. Die häufigsten Nennungen fielen auf Datenbetrug im Internet (67 Prozent) und Datenmissbrauch (64 Prozent), gefolgt von Computerviren (59 Prozent) und EC-Karten-Betrug (38 Prozent).

Diese Risiken werden nach Ansicht der Führungskräfte auch in Zukunft weiter zunehmen. 42 Prozent gehen davon aus, dass Internet- und Computerkriminalität generell zunehmen wird. 37 Prozent sehen im Missbrauch persönlicher Daten eine wachsende Gefahrenquelle, für zehn Prozent ist der Datenbetrug im Internet ein Risiko. Computerviren benennen fünf Prozent der Entscheider als eine größer werdende Gefahr.

Die Mehrheit der Entscheidungsträger rechnet damit, dass IT-Gefahren in Zukunft zunehmen.
Die Mehrheit der Entscheidungsträger rechnet damit, dass IT-Gefahren in Zukunft zunehmen.
Foto: Andrea Danti - Fotolia.com

"Der Sicherheitsreport zeigt, dass rund zwei Drittel der deutschen Unternehmen schon IT-Angriffe von außen erlebt haben und die Zahl der Angriffe deutlich zunehmen wird", erläutert T-Systems-Chef Reinhard Clemens diese Ergebnisse. Rund 70 Prozent der Entscheider rechnen in den kommenden Jahren deutlich häufiger mit Hackerangriffen als bisher.

Zur Risikoeinschätzung im Bereich IT-Sicherheit passt auch, was die befragten Entscheider über Cloud ComputingCloud Computing denken. Mehr als drei Viertel der Führungskräfte haben noch Zweifel an der Sicherheit von Daten und Programmen aus dem Internet. Das bedeutet aber nicht, dass sie generell nichts von technischem Fortschritt halten: Rund 86 Prozent glauben an die Chancen bei technischem Fortschritt und sehen weniger deren Risiken. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

Kritik üben viele befragte Entscheider am Umgang der Politik mit dem Thema IT-Sicherheit: Zwei Drittel der Entscheidungsträger aus der Wirtschaft zweifeln an der Fachkompetenz von Politik und Verwaltung, um IT-Sicherheit gewährleisten zu können. Sie fordern die Politik auf, ihre Aktivität für Datenschutz und -sicherheit (23 Prozent) sowie für mehr Sicherheit im Internet (19 Prozent) zu erhöhen. 15 Prozent der Umfrageteilnehmer fordern sogar, die Polizeipräsenz und die Ausstattung der Beamten zu verbessern.

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