e-Crime Survey 2009 erschienen

Angst vor entlassenen Mitarbeitern wächst

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Frustrierte Mitarbeiter, die trotz guter Leistungen entlassen werden mussten, sind derzeit die größte IT-Sicherheitsbedrohung. Außerdem entwickeln Cyber-Kriminelle immer geschicktere Angriffe.
Größte Bedrohungen für die IT-Sicherheit
Größte Bedrohungen für die IT-Sicherheit

Die Wirtschaftskrise bedroht die IT-Sicherheit in Unternehmen unter drei verschiedenen Aspekten. Der "e-Crime Survey 2009" von KPMG listet sie auf: Erstens tragen Entlassene Mitarbeiter empfindliche Daten nach draußen. Zweitens: IT-Security-Ressourcen werden zusammengestrichen und drittens: Nutzer, die von zu Hause aus arbeiten, verzichten auf Sicherheitsmaßnahmen an ihrem PC.

Die Analysten haben nach den aktuell größten internen IT-Sicherheitsgefahren für Unternehmen gefragt. 64 Prozent der Studienteilnehmer nennen Datendiebstahl durch frustrierte Ex-Mitarbeiter. Knapp dahinter rangiert die Befürchtung, dass Ex-Mitarbeiter ihr Wissen um die Schwachpunkte im Firmensystem mitnehmen (62 Prozent). Fast ebenso viele (61 Prozent) sorgen sich, die früheren Kollegen könnten geistiges Eigentum verraten.

Diese Punkte stehen sowohl bei IT-Sicherheitsfachleuten als auch bei allen anderen Teilnehmern ganz oben auf der Liste. KPMG bringt das mit der Krise in Verbindung. These: Insbesondere langjährige Mitarbeiter, die viel für das Unternehmen geleistet haben, fühlen sich bei Entlassung ungerecht behandelt. Damit steigt die Gefahr, dass sie illegal handeln.

Dieser Gedanke leitet zum zweiten Aspekt über: IT-Security-Ressourcen werden zusammengestrichen. Wer IT-Personal abbaut, stellt "Super-User" aus, wie KPMG schreibt. Menschen also, die besonders viel Wissen und Know how mitnehmen.