"Überwachungsmaschine"

Appelbaum zeigt Film mit Ai Weiwei

08. Mai 2015
Der amerikanische Netzaktivist Jacob Appelbaum hat auf der re:publica in Berlin einen Film vorgeführt, in dem er mit dem chinesischen Konzeptkünstler Ai Weiwei gegen staatliche Überwachung protestiert.

Der in Peking gedrehte Film der Regisseurin Laura Poitras ist Teil eines New Yorker Projekts, das sieben Computertechniker mit sieben Künstlern zusammenbringt. Das Werk mit dem Titel "Surveillance Machine" (Überwachungsmaschine) zeigt Ai Weiwei und Appelbaum, wie sie Panda-Stofftiere mit geschredderten Regierungsdokumenten über staatliche Kontrollmaßnahmen füllen.

Jacob Appelbaum (beim CCC-Kongress 30C3 Ende 2013)
Jacob Appelbaum (beim CCC-Kongress 30C3 Ende 2013)
Foto: Wikipedia / Tobias Klenze / CC-BY-SA 3.0

Er habe Ai Weiwei vorher nicht gekannt, sagte Appelbaum am Donnerstag in Berlin. Es sei die Idee des Projekts "Seven on seven" gewesen, ihn mit einem Künstler zusammenzubringen, der ebenfalls von Einschränkungen in der persönlichen Freiheit betroffen sei. Wegen laufender US-Ermittlungen über die Enthüllungsplattform Wikileaks befinde er sich in Berlin gewissermaßen im Exil, sagte Appelbaum, der die Anonymisierungstechnik Tor mitentwickelt hat. Seine Anwälte hätten ihm geraten, nicht in die USA zurückzukehren.

Ohne den Enthüllungsaktivisten Edward Snowden und Wikileaks-Gründer Julian Assange "wäre die Welt heute ein ganz anderer Ort", sagte Appelbaum. "Widerstand kommt nicht einfach aus dem Internet, sondern aus unseren Herzen." (dpa/tc)

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