Patentantrag

Apple arbeitet an Panikmodus für Touch-ID

09. November 2015
Apple zieht für iPhone und iPad einen Panikmodus in betracht, der sich über den Fingerabdruck aktivieren lässt. Ein entsprechender Patentantrag gibt Aufschluss darüber, welche Funktionen und Features das Unternehmen zu integrieren plant.

AppleApple zieht einen Panikmodus für iPhoneiPhone und iPadiPad in Betracht, der sich über den Fingerabdrucksensor aktivieren lässt. Das geht aus einem Patentantrag hervor, den das Unternehmen dem US-Patent- und Markenamt vorgelegt hat. Laut dem Antrag funktioniert dieser wie folgt: Zusätzlich zum Fingerabdruck, der zum Entsperren des iPhone oder iPad auf dem Gerät hinterlegt ist, hat der Nutzer die Möglichkeit, den Abdruck eines oder mehrerer Finger für den Panikmodus zu hinterlegen. Legt der Nutzer dann den im Dokumente als "Panic Finger" bezeichneten Finger auf den Sensor, löst er damit den Modus aus. Alles zu Apple auf CIO.de Alles zu iPad auf CIO.de Alles zu iPhone auf CIO.de

Im Panikmodus sollen unter anderem persönliche Daten wie Bilder, Nachrichten, E-Mails oder Dokumente nicht mehr zugänglich sein. Für einen unwissenden Dieb zum Beispiel wirkt und verhält sich die Oberfläche des Telefon so, als sei es nagelneu. Um einen Angreifer oder Dieb später identifizieren zu können, soll sich auch eine Foto-, Video- oder Audioaufnahme mit dem Gerät machen lassen. Bei einem Überfall oder einer Gefahrensituation lässt sich vom Nutzer dann beispielsweise eine Täterbeschreibung aufsprechen oder die Situation beschreiben.

Auch andere Funktionen geplant

Laut Apple könnte der Panikmodus zudem als sogennanter Beacon fungieren.
Laut Apple könnte der Panikmodus zudem als sogennanter Beacon fungieren.
Foto: Apple

Apple beschreibt in seinem Dokumente weiter, dass auch die Möglichkeit bestehen soll, andere Funktionen mit einem bestimmten Fingerabdruck auszulösen. So ist es in bestimmten Situationen zum Beispiel denkbar, dass der Nutzer statt in den Panikmodus nur in einen privaten Modus schaltet. An einem Ort mit erhöhter Diebstahlgefahr lassen sich so bestimmt Funktionen einschränken und der Zugriff auf persönliche Daten verhindern. Das räumt im Falle eines Diebstahls genug Zeit ein, um das Smartphone zu orten oder im Notfall alle auf dem Gerät gespeicherten Daten auf der Ferne zu löschen.

Der Panikmodus soll zudem auch als sogennanter Beacon (Leuchtfeuer) dienen. Andere in der Nähe befindliche Geräte wie das Smartphone einer anderen Person oder die Elektronik eines vorbeifahrenden Autos erhalten das Notfallsignal, so dass deren Besitzer Hilfe leisten können. Auch der Standort sowie weitere Informationen werden dann an Rettungsdienste übermittelt.

Der Patentantrag von Apple ist im Mai 2014 bei US-Patent- und Markenamt eingegangen. Ob das Unternehmen bereits an der konkreten Umsetzung des vorgelegten Konzepts arbeitet, ist unbekannt. Apple hat den Touch-ID genannten Fingerabdrucksensor das erste mal im iPhone 5S verbaut. Im iPhone 6s hat das Unternehmen den Sensor noch einmal deutlich verbessert, welcher nun deutlich schneller reagiert.

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Themen: Apple, iPad und iPhone

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