"Ultimatives Mobilgerät"

Apple-Manager schürt Spekulationen über Pläne im Autogeschäft

28. Mai 2015
Arbeitet Apple an einem Auto? So deutlich wie noch nie deutet ein Apple-Manager öffentlich an, dass der iPhone-Konzern Pläne für die Branche hat. Schließlich sei ein Auto "das ultimative Mobilgerät".

Nach Medienberichten über die Arbeit an einem Apple-Auto schürt der iPhone-Konzern erstmals selbst die Erwartungen. "Das Auto ist das ultimative Mobilgerät, nicht wahr?", antwortete der ranghohe Manager Jeff Williams auf einer Konferenz auf die Frage nach möglichen künftigen Produktbereichen. Sich näher festlegen wollte er aber nicht: "Wir schauen uns eine Menge Märkte an."

Williams, der bei AppleApple für das Tagesgeschäft zuständig ist, sprach in der Nacht zu Donnerstag auf einer Konferenz des Technologieblogs "Re/code". Vor genau zwei Jahren hatte Konzernchef Tim Cook auf einem Vorläufer-Event gesagt, Apple finde Geräte am Handgelenk interessant, und damit einen ersten Hinweis auf die gerade erschienene Computeruhr geliefert. Alles zu Apple auf CIO.de

Zu Jahresbeginn hieß es in Medienberichten, Apple habe ein rund 1000 Mitarbeiter starkes Team, das ein Elektroauto entwickele. Als möglicher Starttermin wurde das Jahr 2020 genannt. Das "Wall Street Journal" schrieb, zunächst werde an einem Design gearbeitet, das einem Minivan ähnlich sehe. Die Spekulationen gingen los, als bekanntwurde, dass ein in Kalifornien gesichteter schwarzer Van mit ungewöhnlichen Kamera-Aufbauten von Apple geleast wurde.

Zugleich könnte sich Apple im Autogeschäft auch nur darauf beschränken, die Softwareplattform CarPlay zur besseren Einbindung von iPhones weiterzuentwickeln.

Apple ist traditionell sehr verschlossen, wenn es um künftige Produkte geht und Äußerungen von Topmanagern werden genau abgewogen. Insofern erscheint es wenig wahrscheinlich, dass Williams' Bemerkung nur eine provokante Anspielung auf die Spekulationen ohne eine Überlegung dahinter war.

Williams kündigte außerdem an, dass zum Herbst App-Entwickler über ein SDK direkten Zugriff auf Sensoren und Steuerung der Computeruhr Apple Watch bekommen werden. Davon würden zum Beispiel Fitness-Anwendungen profitieren. (dpa/tc)

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