Forrester: 6 IT-Trends bis 2012

Apple wird der Gewinner sein

25. Januar 2012
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Unternehmen werden bis 2013 weniger Geld für "alte" Technologien und mehr für "neue" ausgeben. Davon profitieren wird vor allem Apple, ohne etwas dafür zu tun.
Die IT-Märkte der Welt stehen unter dem Druck einer schwierigen Weltwirtschaft. Apple wird dennoch in den Unternehmen eine größere Rolle spielen als bisher, meint Forrester.
Die IT-Märkte der Welt stehen unter dem Druck einer schwierigen Weltwirtschaft. Apple wird dennoch in den Unternehmen eine größere Rolle spielen als bisher, meint Forrester.

Der Markt für IT-Güter und -Services wird in den Jahren 2012 und 2013 zwei Veränderungen durchmachen, prognostiziert Forrester-Analyst Andrew Bartels in seinem "Report Global Tech Market Outlook For 2012 And 2013". Zum einen werde es bedingt durch die Finanzmarktprobleme in Europa und den USA zu einer Abschwächung der Ausgaben für IT kommen. Zum anderen werde es einen Umstieg bei den Ausgaben und Investitionen geben: weg von alten Technologien wie Servern, PCs, Routern, ERP-Software und hin zu neuen (mobile Geräte, SaaS-basierte Apps für Collaboration, Analytics-Software).

Bei seiner Analyse arbeitet Bartels Themen heraus, die den weltweiten Technikmarkt in den kommenden zwei Jahren prägen werden:

1. Das Wachstum der IndustrieIndustrie wird in diesem Jahr fünf Prozentpunkte und im kommenden Jahr acht Prozente betragen. Es ist damit schwächer als in den Nachkrisenjahren 2010 und 2011, wo die weltweite Finanzkrise für die Einbrüche in den Folgejahren sorgt. Top-Firmen der Branche Industrie

Forrester Research über die Entwicklung des IT-Marktes 2012 bis 2013.
Forrester Research über die Entwicklung des IT-Marktes 2012 bis 2013.
Foto: Forrester Research

2. Das Tempo der Weltmärkte ist dabei sehr unterschiedlich: China und Indien fahren im fünften Gang, heißt es bei Forrester, der asiatisch-pazifische Raum (außer Japan), Lateinamerika, Osteuropa, der mittlere Osten und Afrika im vierten, USA und Kanada im dritten und Europa sowie Japan im zweiten. Alle Regionen werden in diesem und nächsten Jahr runterschalten müssen, heißt es in der Analyse, Europa werde sogar den Rückwärtsgang einlegen, also in eine Rezession rutschen.

3. Es wird neue Märkte geben. Aus BRIC (Brasilien, Russland, Indien und China) wird schon bald BRICTSAM (mit Türkei, Südafrika und Mexiko), weil dort die Märkte bereits so groß sind wie in Russland oder so schnell wachsen wie in Indien. Bewegung gibt es auch jenseits dieser Länder, etwa im mittleren Osten, an der Pazifikküste Zentral- und Südamerikas oder in Afrika. Nur 2012 wird man diesen Aufschwung noch nicht so richtig spüren, weil viele dieser Länder ihr Geld mit Öl und Rohstoffen machen. Genau hier sorgen sinkende Preise aber für sinkendes Wachstum. Dennoch sei das Potenzial in diesen Gebieten groß und lohnt Investitionen, schreibt Forrester.