6000 Server, 51.000 Nutzer

Audi eröffnet neues Rechenzentrum

28. Januar 2013
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
In Ingolstadt hat der Autobauer ein energie-effizientes Data Center für 650 Racks errichtet. Vom TÜV gab es dafür bereits eine Auszeichnung.
Audi-CIO Mattias Ulbrich: "Unser Rechenzentrum setzt Standards im Bereich Green IT."
Audi-CIO Mattias Ulbrich: "Unser Rechenzentrum setzt Standards im Bereich Green IT."
Foto: Audi AG

Der Automobilhersteller Audi hat sein neues RechenzentrumRechenzentrum am Firmensitz Ingolstadt in Betrieb genommen. Im Neubau sind auf 2000 Quadratmetern insgesamt 650 Racks für bis zu 6000 Server und IT-Komponenten untergebracht. Gebaut wurde daran drei Jahre lang. Alle wesentlichen IT-Anwendungen für die rund 51.000 Computernutzer bei Audi werden hier gehostet - ebenso die Audi connect-Dienste, mit denen Kunden aktuelle Verkehrsinformationen abrufen und auf soziale NetzwerkeNetzwerke im Internet zugreifen können. Alles zu Netzwerke auf CIO.de Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

Der TÜV Rheinland hat das Rechenzentrum zudem für seine Energieeffizienz ausgezeichnet. Dank innovativer Technik spart der Automobilhersteller künftig 9000 Tonnen CO2 pro Jahr ein. „Unser Rechenzentrum setzt Standards im Bereich Green IT", frohlockt Audi-CIO Mattias Ulbrich.

„Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, um unsere Nachhaltigkeitsstrategie umzusetzen“, so Ulbrich weiter. Der TÜV Rheinland bescheinigt dem Audi-Rechenzentrum mit dem Premium-Zertifikat die höchste Stufe der Energieeffizienz. Audi setzt bei dem Neubau auf fortschrittliche Technik und erreicht in allen bewerteten Kategorien Bestnoten. Vor allem durch den ganzheitlichen Green-IT-Ansatz punktete das Rechenzentrum, das die Energieeffizienz der Audi-IT um ein Drittel steigert.

Indirekte freie Kühlung

Mithilfe einer indirekten freien Kühlung werden beispielsweise die Server bereits ab einer Umgebungstemperatur von 11 Grad ausschließlich mit Außenluft gekühlt. So kann das Unternehmen vor allem nachts und während der Wintermonate auf die energieintensiven Kältekompressoren verzichten. Hinzu kommen neue Anlagen mit hoher Effizienz, zum Beispiel verlustarme Transformatoren.