Jahrestagung 2008

Auf alles gefasst sein

Beim Jahrestreffen der Anwendervereinigung CIO-Circle trafen sich in Hamburg mehr als 100 CIOs. Sie diskutierten anhand eines Fallbeispiels, wie sich CIOs gegenüber dem Management verkaufen müssen.
Zwei Tage lang diskutierten die Mitglieder über ihre Chancen bei Mergern und ihre Wahrnehmung als CIO im Unternehmen.
Zwei Tage lang diskutierten die Mitglieder über ihre Chancen bei Mergern und ihre Wahrnehmung als CIO im Unternehmen.

Die CIOs sahen sich einer Extremsituation ausgesetzt: JP Morgan hat den Konkurrenten Bear Stearns in einer Notsituation für lächerliche zehn Dollar pro Aktie übernommen. Die Teilnehmer sollten in der Rolle des CIO von Bear Stearns dem CFO von JP Morgan die Leistungsfähigkeit ihrer IT darstellen. Ziel war es, dass der CIO der unterlegenen Bank den Lead bei der anstehenden Integration bekommen sollte.

In diesem Jahr trafen sich die Mitglieder des CIO-Circle in Hamburg zu ihrer fünften Jahrestagung. Mehr als 100 CIOs reisten zum diesjährigen Treffen an. Die Zahl der Mitglieder stieg im vergangenen Jahr um 100 weitere CIOs und beläuft sich mittlerweile auf 729. Das Netzwerk hatte sich im Oktober 2002 gegründet und dient dem offenen und vertrauensvollen Austausch von IT-Managern. Nach wie vor können nur CIOs Mitglied werden, und zwar kostenlos. Dagegen bleiben IT-Anbieter und IT-Dienstleister sowie Berater und IT-Spezialisten unterhalb der CIO-Ebene außen vor (mehr Informationen unter www.cio-circle.de).

So ging es auch tatsächlich sehr offen in den Arbeitskreisen zu, als die Teilnehmer über ihre Rolle im Banken-Merger diskutierten. Zugegeben, es handelte sich um ein völlig unrealistisches Szenario. Das erwies sich in der Abschlussdiskussion, wo CIOs über ihre Erfahrungen bei Übernehmen berichteten.

Meist ist alles schon vorentschieden

Bei Mergern entscheidet das Management des Käufers frühzeitig, wie es vorgehen will. Die IT-Abteilungen werden dann vor vollendete Tatschen gestellt. Der CIO des übernommenen Unternehmens kann machen, was er will, er muss sich den Entscheidungen fügen. Die IT des übernommenen Unternehmens wird integriert. In seltenen Fällen kann sie einige Teile retten wie ein SAP-System oder - noch seltener - selbstständig weiterarbeiten. Letzterer Fall kann eintreten, wenn die Geschäftsprozesse zu unterschiedlich sind.

Zur Startseite