Strategien


Geräteunabhängige IT-Konzepte

Auf dem Weg zur benutzerzentrischen IT

21. Januar 2013
Von Toby Martin
Die Mitarbeiter von heute erwarten, dass ihnen der Zugang zu den nötigen Ressourcen standort- und geräteunabhängig zur Verfügung steht. Das ist für IT-Abteilungen eine größere Herausforderung als das Managen klassischer PC-Umgebungen. Hier hilft ein benutzerzentrischer Ansatz, der allerdings einiges voraussetzt.

In jüngster Zeit hat sich das Bild bei der beruflichen Nutzung der IT gewandelt. Der IT-Alltag wird nicht mehr ausschließlich durch Desktop- oder Notebook-Computer geprägt. Mitarbeiter setzen vielmehr unterschiedliche persönliche Geräte wie SmartphonesSmartphones und TabletsTablets für den Zugriff auf Unternehmensdaten ein - ganz zu schweigen von Lösungen wie Thin-Client-Installationen. Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Um den Benutzererwartungen gerecht zu werden und die Managementkosten zu senken, evaluieren Unternehmen zunehmend benutzerzentrische Modelle oder implementieren diese und führen damit ein Modell ein, das die Abhängigkeit vom herkömmlichen Desktop-Management beseitigt. Das benutzerzentrische Computing ist keine neue Idee. Aber die Möglichkeit von IT-Abteilungen, ein benutzerzentrisches Konzept für die gesamte Mitarbeiterschaft zu implementieren und zur Verfügung zu stellen, wird gerade erst zur Realität.

Unterstützung für benutzerzentrisches Computing

Check: IT-Landschaften entstehen nicht auf der grünen Wiese, sondern müssen teils mit vorhandenen Applikationen realisiert werden.
Check: IT-Landschaften entstehen nicht auf der grünen Wiese, sondern müssen teils mit vorhandenen Applikationen realisiert werden.
Foto: Flexara

Im Kern gibt das benutzerzentrische Computing den Benutzern die Kontrolle über das Benutzererlebnis, indem es Zugang über jedwede Verbindung von IT-Infrastrukturen, Anwendungen, Einstellungen und Daten unabhängig von Standort oder Gerät zur Verfügung stellt. Benutzerzentrische Lösungen stellen dem Anwender Teile der Computing-Umgebung - beispielsweise Desktops, Anwendungen, Daten und Einstellungen - nach Bedarf zur Verfügung.

Je nach Gerät oder Standort werden nur die wirklich erforderlichen Ressourcen bereitgestellt. Bei der Arbeit mit einem Windows-PC, der vom Unternehmen verwaltet wird, können Benutzer Anwendungen anfordern, die dann direkt auf ihrem Desktop bereitgestellt werden. Bei der Arbeit mit einem Tablet-PC, der nicht unter Windows läuft, löst die Anforderung einer Anwendung eine sitzungsbasierte Verbindung zu einer entsprechenden servergestützten Umgebung aus, in der die Anwendungen bereits installiert sind. In beiden Szenarien braucht der Benutzer bei einer Anfrage weder sein Gerät noch seinen Standort anzugeben.

Beim benutzerzentrischen Computing geht es allerdings um mehr, als dem richtigen Benutzer die angeforderten Ressourcen bereitzustellen. In einem ersten Schritt müssen die Ressourcen definiert werden, die in das Management einbezogen werden sollen. Anwendungen, Benutzerdaten und Einstellungen sowie die Computing-Umgebung bilden Ressourcen, die verwaltet werden müssen, um eine vollständige Lösung anbieten zu können. Im Laufe der Zeit haben sich der Begriff Anwendung und das, was darunter zu verstehen ist, geändert. Heutige Anwendungen beschränken sich nicht auf Programme, die mit Windows Installer (MSI) und ausführbaren Dateien installiert werden, sondern umfassen auch virtualisierte Anwendungen - sitzungsbasiert, mobil und Cloud-basiert.