Migros

Auf RFID abgefahren

27. September 2006
Die Genossenschaft Migros hat ihre Lieferfahrzeuge technisch aufgerüstet und steuert schon im kommenden Jahr den ROI an.

Jeden Tag das gleiche Schauspiel: 80 Sattelschlepper und andere schwere Fahrzeuge rücken im ostschweizerischen Gossau an und laden auf. 120 Verkaufsstellen der Genossenschaft Migros Schweiz müssen drei- bis fünfmal täglich beliefert werden, auf dem Rückweg muss Leergut wieder mitgenommen werden – das sind 5700 Paletten mit Ware. Diese Menge an Gütern, diese Zahl an Belade- und Entladevorgängen durch Automatisieren effizienter zu machen war Ziel eines gemeinsamen Projektes von Migros und den Dienstleistern Cantaluppi & Hug und Intellion. Dafür wurden alle Fahrzeuge mit einem aktiven RFID-Transponder versehen, Kühlfahrzeuge bekamen zusätzlich einen Temperatursensor. Mit diesem werden Ausfahrten, Temperatur-Checks und Einfahrten per RFID-Funketiketten erfasst. Die Fahrer erhalten an Info-Terminals ihre Aufträge und den Hinweis, welche Laderampe anzusteuern ist. Migros hat ausgerechnet, dass der Return On Investment in weniger als zwei Jahren erreicht sein dürfte.

Diese Lösung mit dem offiziellen Namen „Real-Time Event-Management mit RFID in der Transportlogistik“ basiert auf den zwei Bausteinen Trucktrack und Transit. Der erste stellt per RFID die Daten des Verladefortschritts (Real-Time Event) sowie die Fahrzeugidentifikation und die Zeit seines Ein- und Ausrückens bereit. Der zweite definiert ein Regelwerk, mit dem aufgrund der genannten Daten automatisch die geeignete Verladerampe für jedes Fahrzeug ermittelt wird.

RFID - Transportlogistik
RFID - Transportlogistik

Dass sie sich ein solches Projekt aufgeladen haben, damit sind die Partner gut gefahren: Migros, Cantaluppi & Hug und Intellion wurden 2005 mit dem Swiss Logistics Award 2005 ausgezeichnet. Ein Signal, in Sachen RFID-Technologie weiter Gas zu geben.

Kommentare zum Artikel

comments powered by Disqus