Das Ende des CIOs?

Aus eins mach zwei

26. Juli 2011
Von Andrea Bittelmeyer
Während manche CIOs noch immer um ihren Status als Business Partner kämpfen, sagen andere schon das Ende ihrer Position voraus. Das Beratungshaus Detecon prophezeit bereits, dass sich künftig der CTO um die technologischen Aspekte und der CPO um die Prozesse kümmern wird. Die Rolle des CIO bröckelt.
Foto: puck/Fotolia.de

Meister ihres Fachs oder ganzheitliche Strategen? Dienstleister oder Business Partner? Die Frage nach ihrem Status im Unternehmen beschäftigt CIOs immer wieder. Zwar gilt für sie die Rolle des Business Partners als unumstrittenes Ideal. Doch ist dieses noch längst nicht für jeden IT-Leiter Wirklichkeit geworden. "Das hängt zum Beispiel sehr stark von der Branche ab", erklärt Bernd Wolter, Managing Consultant bei der Beratungsfirma Detecon. "Bei Telekommunikationsunternehmen und Finanzdienstleistern ist die Entwicklung bereits weit fortgeschritten, der CIO wird hier in der Regel frühzeitig in die strategische Entwicklung des Unternehmens eingebunden", so Wolter weiter. Er leiste einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Geschäftsmodelle bzw. mache einige sogar erst möglich.

Nur knapp die Hälfte sieht sich als Partner

Welche Rolle der CIO einnimmt ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig, meint Bernd Wolter, Managing Consultant bei Detecon.
Welche Rolle der CIO einnimmt ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig, meint Bernd Wolter, Managing Consultant bei Detecon.
Foto: Detecon Consulting

Über alle Branchen hinweg - so lässt sich zumindest auch aus der Studie IT-Trends 2011 der Management- und IT-Beratung Capgemini folgern - ergibt sich jedoch ein geteiltes Bild. So nehmen sich die meisten der rund 170 befragten CIOs, nämlich 72 Prozent, derzeit hauptsächlich als Dienstleister wahr, der für den reibungslosen Ablauf der IT zuständig ist. Als Partner des Managements sehen sich hingegen nur knapp die Hälfte der Befragten, obwohl 94 Prozent von ihnen diese Rolle für erstrebenswert halten.