Hochverfügbare Data Center

Ausfallzeiten im Rechenzentrum vermeiden

06. Juni 2013
Von Mike Jansma
Systemfehler, menschliches Versagen oder auch Naturkatastrophen führen zu ungeplanten Ausfällen in Rechenzentren. Verschärft wird diese Situation durch komplexe Technologien wie Virtualisierung und Cloud-Computing. Doch mit den richtigen Maßnahmen lassen sich solche Katastrophen kontrollieren.

Ungeplante und teure Ausfallzeiten sind in Rechenzentren auf dem Vormarsch. Und neue Entwicklungen wie Mobile Computing, Virtualisierung oder die Datenspeicherung in der Cloud machen die Situation nicht gerade einfacher. Untersuchungen zeigen, dass dadurch in Rechenzentren für die Wirtschaft erhebliche Kosten entstehen.

Die amerikanische Beratungsgesellschaft Aberdeen Group hat ermittelt, dass die Kosten, die durch den Ausfall von Rechenzentrumsdiensten, im Schnitt bei mehr als 1,5 Millionen US-Dollar liegen. Bei Datacentern, die über eine unzureichende Notfallplanung verfügen, sind es fast 2,9 Millionen US-Dollar. Dagegen müssen Unternehmen, die gut gerüstet sind, nur 72.000 US-Dollar aufwenden, um die Ursachen und Folgen einer Störung zu beheben. Das bedeutet für die Unternehmen beträchtliche wirtschaftliche Einbußen, einen gewaltigen Imageschaden und den Verlust von Millionen zukünftiger Geschäftschancen.

Andererseits wäre der Betrieb eines Rechenzentrums gänzlich ohne Ausfallzeiten gar nicht möglich. So müssen wichtige Teile ersetzt, angepasst oder regelmäßig gewartet werden. Die Kunst liegt darin, dies so geschickt zu planen und dabei die richtigen Technologien einzusetzen, dass die Ausfallzeiten minimal bleiben.

Vorausschauende Monitoring-Tools nutzen

Eine Ursache für ungeplante Ausfälle sind Betriebsstörungen, deren Ursachen überall im RechenzentrumRechenzentrum zu finden sein können. Jeder Teil der IT kann irgendwann einmal ausfallen: Geräte, Bauteile oder die elektrische Ausrüstung. Das ist unvermeidlich. Der Schlüssel liegt darin, das Rechenzentrum mit entsprechend intelligenten Monitoring-Tools zu rüsten, die von sich aus das Wartungspersonal informieren, bevor überhaupt Probleme auftreten. Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

Intelligente Powerleisten als wichtiger Bestandteil

In diesem Zusammenhang wird die Bedeutung der Power Distribution Unit (PDU) oft unterschätzt. Im Normalfall sitzt sie im Server-Rack. Dort misst und überwacht sie dessen Stromversorgung. Intelligente PDUs (iPDUs) können aber noch mehr. Sie halten ständig Ausschau nach möglichen Gefahren und informieren die Manager des Rechenzentrums über drohende Überlastungen oder andere Veränderungen, die sich negativ auf den Betrieb des Rechenzentrums auswirken könnten. Dazu gehören Leckagen oder Temperaturschwankungen.

Hot-Swapping - Austausch im laufenden Betrieb

Um ungeplante Ausfälle zu vermeiden und planbare auf ein Minimum zu reduzieren, muss vorausschauend und zukunftssichernd gedacht werden. Dazu gehört auch der Einkauf der richtigen Technologie, damit nicht der Ausfall eines einfachen Bauteils gleich den kompletten Betrieb lahm legt. PDU-Bestandteile, die auch im laufenden Betrieb auswechselt werden können, ermöglichen notwendige Wartungsarbeiten, ohne dass die ServerServer heruntergefahren werden müssen. Alles zu Server auf CIO.de