Die Trends auf dem ERP-Markt im Überblick

Auswärtsschwäche bei SAP

13. Januar 2009
Riem Sarsam ist IDG-Redakteurin und leitet verantwortlich das CIO Leadership Excellence Program (LEP), eine exklusive Fortbildung für IT-Manager, gemeinsam veranstaltet von CIO und der WHU – Otto Beisheim School of Management .
Beim Thema ERP ist SAP in Deutschland de facto Standard. Trotzdem sind die Walldorfer nicht bei allen Kunden beliebt. Welche anderen Anbieter noch mitmischen, was Kunden wollen und wo sie sich zurückhaltend zeigen.

Der deutsche Markt für ERP stellt sich nach wie vor sehr heterogen dar. In ihm tummeln sich viele kleinere Spezial- und Branchenanbieter. Klassenprimus ist zwar weiterhin SAP. Die Walldorfer tun sich aber immer noch schwer mit dem Mittelstand. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "IT-Markt Deutschland 2008" des Marktforschers Raad Research aus Münster.

Das ERP-Geschäft mit deutschen Großkunden ist dagegen fest in SAP-Hand. Vor allem die Branchen AutomobilAutomobil, ChemieChemie und Pharma, MedienMedien, Verlage und Telkos, Ver- und Entsorger sowie die öffentliche Hand setzen auf ERP-Systeme des Software-Herstellers. Auch große Anbieter wie beispielsweise Oracle haben kaum eine Chance. Außer Unternehmen gehören zu großen ausländischen Konzernen, die nicht zwangsläufig auf ERPERP Made in Germany setzen. Alles zu ERP auf CIO.de Top-Firmen der Branche Automobil Top-Firmen der Branche Chemie Top-Firmen der Branche Medien

Anwender, die nicht auf SAPSAP setzen, finden sich vor allem im klassischen Mittelstand. Die wichtigsten Player für den Bereich Kernapplikationen sind Infor, Microsoft und Datev. Generell ist ein Trend hin zu Standard-Software zu beobachten. Die Tage der Best-of-Breed-Lösungen und Eigenentwicklungen im Mittelstand sind laut Raad Research gezählt. Alles zu SAP auf CIO.de

Im Zuge der aktuellen SAP-Modernisierung kommt die Hardwarethematik wieder verstärkt auf die Agenda der IT-Abteilungen. Dabei legen Unternehmen neben dem Zwang zur Kosteneinsparung auch ein besonderes Augenmerk auf Flexibilität und Effizienz. Deshalb wird nicht mehr ausschließlich der traditionelle box-centric approach gefahren. Vielmehr kommen Virtualisierung und Adaptive Computing in das Blickfeld der Anwender.