Steigende IT-Budgets trotz hartem Wettbewerbs

Autobranche fährt voll auf SAP ab

26. September 2005
Von Ingo Butters
Die Automobilhersteller stehen unter gewaltigem Wettbewerbs- und Kostendruck. Fast alle Hersteller arbeiten deshalb fieberhaft an der Weiterentwicklung ihrer IT-Systeme. So steigen, trotz eines eher mauen Marktumfelds, die IT-Budgets weiter an und die Autobranche probiert sich an neuen Technologien wie Netweaver.

Standardisierung, Prozessintegration, KonsolidierungKonsolidierung sind derzeit die großen Themen in der Automobilbranche. Die Firmen versuchen Kosten zu sparen und ihre Innovationsfähigkeit zu verbessern - auch um den Preis, das sie in schwierigen Zeiten mehr Geld für die IT ausgeben: "Der Markt für Software und IT-Services (SITS) in der Autobranche ist weniger stark von der wirtschaftlichen Lage abhängig. Es wird auch antizyklisch investiert“, erklärt Jakov Cavar, Berater beim Marktforscher Pierre Audoin Consultants (PAC). Alles zu Konsolidierung auf CIO.de

Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds steigerte die deutsche Autobranche die Ausgaben für SITS im vergangenen Jahr um sechs Prozent. Die gesamte Prozess- und Fertigungsindustrie, zu der die Automobilhersteller gehören, steigerte ihre SITS-Ausgaben im selben Zeitraum nur um 2,5 Prozent. Wachstumstreiber Nummer eins in der Automobilbranche ist nach wie vor das IT-Outsourcing. Zunehmend rückt aber auch die Zusammenführung von IT und Geschäftsprozessen in den Vordergrund: "Im Projektgeschäft der Automobilbranche sind Branchen-Know how und Prozesswissen in den letzten Jahren wichtiger geworden - zulasten der Technologie-Kompetenz“, berichtet Cavar.

Anbieter positionieren sich neu

Entsprechend haben sich die Anbieter neu ausgerichtet. Der Münchner IT-Dienstleister Highq-IT beispielsweise hat bis vor einigen Jahren sein Geld durch Anwendungsentwicklung für die Automobilbranche verdient. Inzwischen hat sich die Firma neu ausgerichtet und bietet unter anderem die nutzenorientierte Implementierung von SAP-Standard-Software an.

"Ihre IT haben die Unternehmen weitgehend im Griff", berichtet Geschäftsführer Thomas Popp. "Neue ProjekteProjekte werden nur aufgelegt, wenn ein eindeutiger Nutzen erkennbar ist. Und das kann in der Regel nur durch eine verbesserte Abstimmung von IT und Geschäftsprozessen erreicht werden." Bereiche, in denen die Hersteller mit Hilfe der IT weitere Effizienzreserven heben wollen, sind beispielsweise Optimierungen in der Logistik oder im Produktentstehungsprozess. Alles zu Projekte auf CIO.de