Hersteller blicken durch Mechaniker-Augen statt IT-Brille

Autobranche muss bei embedded Software Gas geben

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Ob Navigationssysteme oder Lichtmaschinen: Embedded Software in Autos kommt meist dann ins Gespräch, wenn sie versagt. Um das Negativ-Image abzuhängen, müssen Hersteller wie Zulieferer aufs Gas drücken. Doch obwohl in deutsche und japanische Wagen mittlerweile bis zu 100 elektronische Control Units eingebaut sind, hat die Entwicklung der Software laut einer Expertise der Beraterfirma McKinsey einen zu geringen Stellenwert.

Von Handys über Waschmaschinen bis zu Flugzeugen sehen die Berater die wesentlichen Herausforderungen heute nicht mehr bei der Hardware, sondern in der Entwicklung der eingebauten Software. So beschäftigt Siemens mittlerweile mehr Software-Ingenieure als MicrosoftMicrosoft. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Herausforderungen an embedded Software
Herausforderungen an embedded Software
Foto: McKinsey

Als beispielhaft gilt die Automobilbranche. In deutschen und japanischen Wagen stecken zwischen 65 und 100 elektronische Control Units, die aus jedem Auto ein kleines rollendes real-time Computer-Netzwerk machen. Dabei kommt es vor allem auf Zuverlässigkeit an.

Technik hinkt hinterher

Gegenwärtig, so die McKinsey-Experten, weist die Elektronik in den Autos eine große Bandbreite an Qualitätsunterschieden auf. In den Zeitungen ist vor allem dann davon zu lesen, wenn die embedded Software versagt.

Das mag an Sensationslust liegen, doch grundsätzlich teilen die Autoren der Expertise die Kritik. Sie halten die Technik für noch lange nicht ausgereift. Autohersteller wie Zulieferer müssen die Qualität der embedded Software gemeinsam verbessern. Dafür spricht McKinsey vier Empfehlungen aus:

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