Finance IT


Banken-Studie

Bank-Filialen erhalten größten Teil vom IT-Budget

28. November 2012
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Mit 27 Prozent stecken Banken den höchsten Anteil ihrer IT-Budgets in Filialen. Künftig wollen sie sich verstärkt um mobile Bezahldienste und die Integration von Social Media kümmern.
Entscheider aus Banken zeigen sich Innovationsfreudig, zumindest wenn man sie zu Studienzwecken befragt.
Entscheider aus Banken zeigen sich Innovationsfreudig, zumindest wenn man sie zu Studienzwecken befragt.
Foto: Dream-Emotion - Fotolia.com

Die Filiale ist scheinbar nicht totzukriegen. Das legt zumindest die Studie "InnovationInnovation in Retail Banking 2012" nahe, die im Auftrag des Anbieters Infosys entstanden ist. Rund 300 Entscheider aus insgesamt 66 Ländern haben teilgenommen, darunter Entscheider der Deutschen Bank und der Commerzbank, der Unicredit und der U.S. Bank. Alles zu Innovation auf CIO.de

Ein Blick auf die IT-Budgets zeigt: Der höchste Anteil (27 Prozent) geht an die Filialen. 26 Prozent fließen in den Online-Bereich und 20 Prozent in mobile Aktivitäten. Das Paradoxe dabei: Die Befragten nennen Online und mobile als "wichtigste Bereiche" künftiger Innovationen, und zwar weltweit.

Stichwort Innovation: Gut drei von vier Entscheidern (76 Prozent) geben an, im ablaufenden Jahr mehr Geld für Innovationen bereitgestellt zu haben als 2011 und 2010. Das fanden selbst die Autoren der Studie überraschend, verweisen sie doch auf die anhaltenden Schwierigkeiten nach der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise.

Bei den geplanten Innovationen fallen immer wieder zwei Stichworte, nämlich "Vertrieb" und "Kunden". Viele Befragte sprechen von Multi-Kanal-Strategien und dem Ziel verbesserter Interaktivität.