Wer nur auf die Arbitrage schaut, verliert

Banken: Einsparungen durch Offshoring liegen zwischen 32 und 55 Prozent

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Offshoring ist Vorstandsaufgabe. Wenn der die richtige Strategie entwickelt, können die Kosten beim Business Process Outsourcing pro Geschäftsprozess um bis zu 55 Prozent gesenkt werden. Das haben die Analysten von Deloitte in einer Studie über Offshoring-Aktivitäten in der Finanzbranche ausgerechnet.
Blick auf einen - nach Angaben von Deloitte - gelungenen Offshoring-Plan.
Blick auf einen - nach Angaben von Deloitte - gelungenen Offshoring-Plan.

Die Entwicklung ist rasant: Hatte 2001 noch nicht einmal jede zehnte Bank Prozesse offshore ausgelagert, waren es 2006 mehr als 75 Prozent. Von 2003 bis 2006 ist die durchschnittliche Zahl an Mitarbeitern in Offshore-Regionen von 150 auf 2.700 in die Höhe geschossen.

Hat davon bisher vor allem Indien profitiert, dürfte sich China zunehmend ins Spiel bringen. Immerhin lernen derzeit 200 Millionen Chinesen eifrig Englisch. Nach den Zahlen von Deloitte hat bereits jede dritte Bank Back-Office-Prozesse ins Reich der Mitte vergeben.

In der Gesamtbetrachtung schneidet Offshoring gut ab: 2004 konnten die Unternehmen Einsparungen in Höhe von 32 Prozent verbuchen, 2006 waren es bereits 40 Prozent.

Diese Ergebnisse sollen jedoch nicht den Blick für die Abweichungen bei der Performance der Firmen verschleiern. Besonders drastisch sind diese in Sachen Business Process OutsourcingOutsourcing (BPO): Wer es geschickt anstellt, verzeichnet Kostensenkungen in Höhe von 55 Prozent. Andere erreichen "nur" 32 Prozent. Alles zu Outsourcing auf CIO.de