Wettbewerbsnachteile durch veraltete Kernbank-Anwendungen

Banken hoffen auf SOA bei Kernbank-Systemen

07. September 2005
Von Dorothea Friedrich
Bei den Banken wächst die Unzufriedenheit mit ihren Kernbanksystemen. Pflege und Wartung verschlingen bis zu 70 Prozent der IT-Budgets. Deshalb wollen Finanzinstitute weltweit die so genannten Core-Banking-Systeme modernisieren. Dabei setzen die IT-Verantwortlichen auf Service-orientierte Architekturen (SOA). Das ist das Ergebnis einer Befragung im Auftrag des Software-Herstellers SAP und des Dienstleisters Accenture.

Die Untersuchung definiert Core Banking als Summe aller IT-Komponenten, mit denen BankenBanken ihre grundlegenden Finanzprodukte und Dienstleistungen verwalten. Dazu gehören beispielsweise Kunden- und Kontendaten, Guthaben, Darlehen, Hypotheken, Zahlungs- und Kreditkartentransaktionen. Top-Firmen der Branche Banken

Mangelnde Flexibilität, Kosten und fehlende Integrationsmöglichkeiten sind die am häufigsten genannten Probleme mit bestehens Core-Banking-Systemen. (Quelle: SAP, Accenture)
Mangelnde Flexibilität, Kosten und fehlende Integrationsmöglichkeiten sind die am häufigsten genannten Probleme mit bestehens Core-Banking-Systemen. (Quelle: SAP, Accenture)

70 Prozent der befragten Führungskräfte sehen in der mangelnden Flexibilität ihrer Core-Banking-Systeme die größte Gefahr für ihren künftigen geschäftlichen Erfolg.

Knapp die Hälfte der Befragten befürchtet, dass ihre Wettbewerbsfähigkeit durch zu hohe Gesamtbetriebs- und Wartungskosten der oft Jahrzehnte alten Eigenentwicklungen leidet. Beinahe die Hälfte der befragten Führungskräfte nannte zudem mangelnde Systemintegration als ein weiteres Hindernis für ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Knapp ein Drittel der Banken in Europa und jede fünfte befragte Bank in Nordamerika will daher innerhalb der kommenden fünf Jahre ihre Core-Banking-Systeme austauschen.