Neue Dimension

BBL vergibt Medienrechte an die Telekom

17. Juni 2014
Basketball gibt es von der Saison 2014/15 an auf vielen Kanälen: Im Fernsehen, auf Smartphone, PC oder Tablet. Die Basketball Bundesliga BBL hat die Medienrechte für vier Jahren an die Deutsche Telekom vergeben, die für das umfassende Angebot sorgen will.

Für die Basketball Bundesliga (BBL) soll ein neues Medienzeitalter beginnen. Die BBL hat sämtliche Medienrechte für die kommenden vier Spielzeiten bis 2017/18 an die Deutsche Telekom vergeben. Dies gaben die Liga-Organisation und das Unternehmen am Dienstag in Bonn bekannt. "Es ist einen historischen Tag. Wir haben die beste Medienrechte-Situation aller Zeiten", sagte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer. "Mehr Basketball geht nicht. Das ist eine neue Dimension." Basketball-Fans können von der Saison 2014/15 an alle 306 Bundesligaspiele der Hauptrunde, alle Playoff-Partien, die Pokal-Begegnungen sowie den Champions Cup (Meister gegen Pokalsieger) live sehen.

Die Übertragungen sind im Fernseher, auf Smartphone, Tablet oder PC zu empfangen. Eine Bundesligapartie pro Spieltag soll im Free-TV angeboten werden. Für Telekom-Kunden ist das Angebot kostenlos, andere Basketball-Interessierte können ein Abo für monatlich weniger als zehn Euro erwerben. In den vergangenen fünf Jahren hat der TV-Sender Sport1 die BBL-Medienrechte gehabt.

Nach Angaben der BBL ist in den vergangenen fünf Jahren mit den Übertragungen bei Sport1 die TV-Reichweite verdoppelt worden. Außerdem ist die Zuschauerzahl bei den Spielen in den Hallen um ein Drittel auf 1,88 Millionen Besucher angestiegen. "Wir sind zutiefst überzeugt, dass wir mit dieser Konstellation den richtigen Schritt getan haben, um noch mehr Menschen für die Sportart Basketball zu begeistern", meinte Pommer. In Deutschland soll es rund 16 Millionen Menschen geben, die an Basketball interessiert seien.

Über das finanzielle Volumen des vierjährigen Vertrages wurde Stillschweigen vereinbart. "Man kann aber davon ausgehen, dass wir uns deutlich verbessert haben", erklärte Pommer. Für die Übertragung der einen BBL-Partie pro Spieltag im Free-TV wird noch ein Partner gesucht. "Wir sprechen mit Sport1, es gibt aber auch noch andere Interessenten", so Pommer. Um eine bessere Orientierung für Basketball-Fans zu geben, die das Geschehen auf den verschiedenen Plattformen verfolgen wollen, sollen die Anstoßzeiten der Spiele am Freitag, Samstag und Sonntag neu festgelegt werden. "Die Verantwortung liegt dabei bei der BBL", sagte Pommer. (dpa/rs)

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