Managed Security Services (MSS)

Bedarf an Komplettlösungen steigt

05. Oktober 2005
Von Wolfram Funk
In Deutschland etablieren sich neben den klassischen Beratungs- und Implementierungsleistungen mittlerweile auch Managed Security Services (MSS). Im Rahmen von MSS übernimmt der Dienstleister die Überwachung und gegebenenfalls auch die konfiguration und Anpassung von Sicherheitssystemen wie Firewalls, Intrusion Detection, Schwachstellenscannern oder Virtual Private Networks (VPN).
Wolfram Funk, Senior Advisor der Experton Group
Wolfram Funk, Senior Advisor der Experton Group

Ursprünglich eine Domäne spezialisierter Anbieter, werden diese Dienste auf lange Sicht in Deutschland zunehmend Bestandteil standardisierter Outsourcing- und Netzwerkdienstleistungen sein. Nach Einschätzung der Experton Group nehmen Managed SecuritySecurity Services derzeit rund 10 bis 15 Prozent des deutschen Marktes für Sicherheits-Dienstleistungen ein. Wichtige MSS-Provider mit eigenen Technologieplattformen sind in Europa etwa Ubizen, ISS und Symantec. Für einen größeren Marktanteil stehen allerdings klassische IT-Dienstleister, ISPs und Systemintegratoren - darunter AT&T, CSC, Equant, IBMIBM Global Services, Infonet, Siemens Business Services, T-Systems und Unisys oder auch Sicherheitsdienstleister wie Articon-Integralis und die SHE IT AG. Alles zu IBM auf CIO.de Alles zu Security auf CIO.de

Zwar wird der Markt für Security-Services in diesem Jahr um rund elf Prozent wachsen. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Wachstumserwartungen mancher Dienstleister in den vergangenen vier Jahren nur unzureichend erfüllt haben. Problematisch war zum einen der Margendruck bei standardisierten "Commodity"-Diensten, aber auch die langen Vertriebszyklen und Budgetkürzungen bei hochsicheren und komplexen Lösungen. Einige Themen, die zwischen 1999 und 2001 überhastet angegangen und hernach verworfen wurden, stehen heute wieder auf der Tagesordnung – dieses Mal allerdings fokussiert auf Bereiche, in denen ein konkreter Nutzen oder besondere Anforderungen vorliegen. Ein prominentes Beispiel ist die digitale Signatur beziehungsweise Public Key Infrastrukturen (PKI).

Und was bringt die Zukunft? Lösungen für Virenschutz und die Filterung gefährlicher oder unerwünschter Inhalte (Content Filtering) sowie intelligente Intrusion-Prevention-Systeme werden mittelfristig die Cash Cows führender Produktanbieter bleiben. Aufstrebende Themen sind Identity ManagementIdentity Management, starke Authentifizierung und langfristig die Sicherheit für mobile Endgeräte wie PDAs und SmartphonesSmartphones sowie für mobile NetzwerkeNetzwerke. Noch stehen selbst manche Anbieter der „Mobile Security“ zwiegespalten gegenüber. Die zunehmende Verbreitung mobiler Endgeräte, Internet-Telefonie und weiter zunehmende Datenübertragungsoptionen – darunter GPRS, UMTS, HSDPA, WLANWLAN, WiMAX oder Bluetooth – werden in den kommenden zwei bis drei Jahren den Handlungsbedarf verschärfen. Dem Zusammenspiel von Lösungsanbietern, Dienstleistern und Mobilfunk-Netzbetreibern wird dabei eine kritische Rolle zukommen.
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