Integration der Unternehmensanwendungen

Bedarf an Mitarbeiterportalen wächst

03. März 2004
Von Patrick Goltzsch
Portale stehen seit längerem auf der Liste der umzusetzenden Projekte. Nun soll die Entwicklung tatsächlich in Gang kommen, so eine aktuelle Studie.

In den kommenden zwei Jahren wollen 60 Prozent der deutschen Unternehmen in Mitarbeiterportale investieren. Bislang setzen nur 28 Prozent der Firmen die Technik ein. Überproportional vertreten sind die Mittelständler von denen 67 Prozent bereits Portal-Software einsetzen. Dagegen finden sich unter den großen Unternehmen nur 19 Prozent, die ein Portal betreiben, so eine Studie des Portalanbieters Abaxx.

Mitarbeiterportale sollen den Beschäftigten ermöglichen, firmeninterne Dienste über einen Webbrowser zu nutzen, vom Blick auf die Speisekarte der Kantine bis zur Abwicklung komplexer Geschäftsvorfälle, in die etliche weltweit verteilte Abteilungen involviert sind.

Als treibende Kräfte für Portallösungen in den Konzernen entpuppen sich nicht nur die IT-Verantwortlichen sondern vor allem auch die Personalleiter. Jeweils knapp zwei Drittel befinden sich bereits in der Konzeptionsphase.

Als Motive stellen sich die unterschiedlichen Anwendungsszenarien für Mitarbeiterportale heraus. 78 Prozent der Befragten streben die Integration unterschiedlicher Geschäftsprozesse an. Den Wunsch nach Personalisierung, den Zuschnitt von Inhalten und Funktionen auf das jeweilige Profil des Arbeitsplatzes, äußern zwei Drittel der Umfrageteilnehmer. 60 Prozent der Verantwortlichen wollen die Kommunikation der Mitarbeiter erleichtern. Weitere Ziele der Portalprojekte sind das Zusammenführen des im Unternehmen verstreuten Wissens und ein einheitliches Dokumentenmanagement.

Für die Studie befragte Abaxx nach eigenen Angaben etwa 1200 Personal- und IT-Verantwortliche.

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