Gefahr durch Ex-Mitarbeiter

Bei Kündigung Datenklau

05. Februar 2010
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Jeder zweite Angestellte würde Unternehmensdaten stehlen, wenn ihm der Arbeitgeber kündigt. Besonders begehrt sind Kunden- und Kontaktdaten sowie Produktinformationen.
Eine Auflistung der Daten, die Angestellte im Falle einer Kündigung stehlen würden.
Eine Auflistung der Daten, die Angestellte im Falle einer Kündigung stehlen würden.

Sobald ein Unternehmen Arbeitsplätze abbaut, steigt das Risiko des Datenklaus. Das legt zumindest eine Studie des Sicherheitsanbieters Cyber-Ark unter 600 US-amerikanischen und britischen Angestellten nahe. Fast jeder Zweite (48 Prozent) erklärt, er würde im Fall einer Kündigung durch den Arbeitgeber Unternehmensdaten mitnehmen.

39 Prozent geben an, sich solche Daten bereits dann zu beschaffen, wenn sie sich nur von Kündigung bedroht sehen. Für 41 Prozent der Befragten ist die Frage keine Theorie mehr: Sie haben bei einem Arbeitgeberwechsel schon einmal Daten gestohlen.

Cyber-Ark wollte wissen, welche Informationen am stärksten gefährdet sind, und verglich die Antworten mit einer ähnlichen Befragung aus dem Vorjahr. Auf Platz Eins bei potenziellen Datendieben rangieren nach wie vor Kunden- und Kontaktinformationen. In der aktuellen Befragung kommen sie auf 29 Prozent der Nennungen, 2008 waren es 25 Prozent.

Heute würden 25 Prozent der Befragten Produktinformationen entwenden. Im Vorjahr waren es "nur" elf Prozent. 18 Prozent haben es auf Projektpläne abgesehen (2008: 17 Prozent).