Integration von IT- und Geschäftsprozessen Voraussetzung

Bei RFID-Projekten sind starke CIOs gefragt

24. Juni 2005
Von Ingo Butters
Die Vorkämpfer für RFID in deutschen Unternehmen sind derzeit nicht in der IT zu finden, sondern in den Fachabteilungen, berichten die Beratungsfirmen Lünendonk und Techconsult in einer groß angelegten RFID-Studie. Die erfolgreiche Einführung der Funketiketten hängt den Beratern zufolge vor allem aber vom Engagement des IT-Leiters ab, der technische Möglichkeiten und Anforderungen der Geschäftsprozesse zusammenführen muss. Wie die Untersuchung weiter zeigt, hat bisher nur eine kleine Minderheit deutscher Firmen RFID eingeführt – die meisten anderen Betriebe haben von der Technik bisher noch nichts gehört.

Die Untersuchung zeigt, dass bei der Radio-Frequency-Identification (RFID)-Technik von einem Durchbruch noch lange nicht gesprochen werden kann. Die breite Masse der Betriebe steht dem Thema abwartend gegenüber: Nur fünf Prozent der Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern haben für die nächsten zwei Jahre ein konkretes Projekt in Planung. 79 Prozent aller Befragten gaben an, dass sie den Begriff überhaupt nicht kennen würden.

Gleichzeitig haben vor allem Firmen aus den Branchen HandelHandel, Warenlogistik und IndustrieIndustrie schon ausgiebige Erfahrungen mit Geschäftsmodellen und Technologien gemacht. Firmen wie Metro, Ford oder Procter & Gamble sind das Thema RFID frühzeitig und strategisch angegangen. Andere Branchen, die der Technik sehr interessiert gegenüberstehen, sind die Bereiche Transportlogistik, Health-Care, BankenBanken und andere Industriezweige. Top-Firmen der Branche Banken Top-Firmen der Branche Handel Top-Firmen der Branche Industrie

Die strategische Umsetzung eines RFID-Projekts zieht sich über mehrere Jahre. (Quelle: Lünendonk/Techconsult)
Die strategische Umsetzung eines RFID-Projekts zieht sich über mehrere Jahre. (Quelle: Lünendonk/Techconsult)

Große Unternehmen als RFID-Pioniere

Zurzeit sind es vor allem große Unternehmen, die Funketiketten erproben oder sogar schon einsetzen. Bei kleineren Betrieben stellten die Analysten sehr viel geringere Planungsgrade fest. Möglicherweise müssen sie sich als Zulieferer aber bald an die RFID-Strategien ihrer Abnehmer anpassen. Ob kleine und mittelständische Firmen auch eigene StrategienStrategien zum Einsatz der Funketiketten entwickeln werden, ist nach Einschätzung des Techconsult-Beraters Frank Schmeiler derzeit nicht abzusehen. Alles zu Strategien auf CIO.de