Universität Löwen

Belgische Forscher kritisieren Facebooks Datenschutz-Regeln

24. Februar 2015
Der Druck auf Facebook in Europa wegen der neuen Datenschutz-Regeln ist noch ein wenig gestiegen. Von belgischen Datenschützern beauftragte Experten sehen Verstöße gegen europäisches Recht.

Facebooks DatenschutzDatenschutz-Regeln verstoßen nach Einschätzung belgischer Rechtsepxerten zum Teil gegen europäische Vorschriften. Unter anderem mache es das Online-Netzwerk den Nutzern in einigen Fällen zu schwer, Einstellungen zu finden, befanden Forscher an der Universität Löwen in einer Studie. Beauftragt wurden die Forscher von der belgischen Datenschutz-Behörde. Die Facebook-Mitglieder bekämen teilweise zu wenig Informationen für ihre Entscheidungen und hätten nicht genug Wahlmöglichkeiten beim Teilen von Standort-Informationen. Alles zu Datenschutz auf CIO.de

FacebookFacebook hat Ende Januar neuen Datenschutz-Regeln eingeführt, um die es wochenlange Debatten gegeben hatte. Unter anderem wird kritisiert, dass Facebook Informationen über die Bewegung der Nutzer im Netz jenseits des Netzwerks auswerten und Daten von seinen verschiedenen Diensten zusammenlegen kann. Andere Internet-Firmen agieren allerdings genauso. Alles zu Facebook auf CIO.de

Auch die niederländischen Datenschützer prüfen Facebooks neue Datenschutz-Regeln und hatten im vergangenen Jahr um einen Aufschub bei ihrer Einführung gebeten. Facebook setzte sie daraufhin vier Wochen später als ursprünglich geplant in Kraft. Das Online-Netzwerk betonte stets, die Regeln entsprächen europäischen Datenschutzbestimmungen. Für Facebook ist in Europa die irische Datenschutzbehörde zuständig, weil die europäische Tochter dort ihren Sitz hat. (dpa/sh)

Links zum Artikel

Themen: Datenschutz und Facebook

Kommentare zum Artikel

comments powered by Disqus