Nur zwölf Prozent mit umfassendem Qualitäts- und Kostenvergleich

Benchmarking? Jeder fünfte CIO braucht es nicht

24. Oktober 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Mal fehlt es an geeigneten Tools, mal an Ressourcen – systematisches Benchmarking von Qualität und Kosten der IT-Prozesse ist in deutschen Unternehmen Mangelware. Dieses Fazit zieht der Marktforscher Exagon in einer Studie.
Gründe für das Scheitern von Benchmarking
Gründe für das Scheitern von Benchmarking

Rund drei von vier Befragten (74 Prozent) geben an, sie hätten keine Tools und Methoden für ein Benchmarking. 58 Prozent machen fehlende Ressourcen geltend - und 43 Prozent sagen, es sei ihnen zu teuer.

Selbsteinschätzung der CIOs
Selbsteinschätzung der CIOs

Konsequenz: Nur eine Minderheit von gerade einmal zwölf Prozent sieht sich zu einem kompletten Qualitäts- und Kostenvergleich der IT-Prozesse in der Lage. 26 Prozent trauen sich das zumindest für Einzelbereiche zu. Die restlichen 62 Prozent erklären sich in diesem Punkt schlicht für unfähig.

IT von Industrie-Standards weit entfernt

Die Analysten ziehen das Fazit, IT-Prozesse seien noch weit davon entfernt, wie industrielle Fertigungsprozesse gemanagt zu werden.

Das hält allerdings gar nicht jeder für nötig: Jeder fünfte Befragte findet, die Leistungsfähigkeit seiner IT-Services überzeuge ihn auch ohne Benchmarking. Auf welchen Kriterien diese Einschätzung denn beruht, geht aber aus der Studie nicht hervor.

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