Web-Industrie

Berlin ist für Startups der Himmel auf Erden

22. Juli 2013
Von Michael Kroker
Im Zentrum Berlins, im Kiez von Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Mitte und Kreuzberg, schlägt Europas Herz der Web-Industrie. Das große Geheimnis des Erfolgs ist ein unsichtbares Netzwerk, in dem Kapitalgeber, Berater und mutige Gründer einen in Deutschland einzigartigen Nährboden für Startups geschaffen haben.

Bastian Schmidtke ist da, wo er immer hinwollte. Vor gut zwei Jahren sind er und sein Kompagnon Jakob Schreyer von Bamberg nach Berlin gezogen, um dort ein eigenes Unternehmen, ein Startup, hochzuziehen. "Gewissermaßen vom toten Winkel der alten Bundesrepublik in den einstigen toten Winkel Westberlins", sagt Schmidtke.

Der tote Winkel, von dem der 28-Jährige spricht, ist der Oranienplatz in Kreuzberg, wo Schmidtkes und Schreyers Unternehmen Orderbird seinen Sitz hat. Früher war hier ein Kiez für Alternative und Bundeswehrflüchtlinge im Schatten der Mauer. Heute ist Kreuzberg eines der heißen Pflaster für die Internet-Szene in Berlin.

Schmidtke und Schreyer haben eine moderne Kassensoftware für Kneipen, Clubs und Restaurants entwickelt, die über iPadiPad und iPhoneiPhone funktioniert. Alles zu iPad auf CIO.de Alles zu iPhone auf CIO.de

Mit ihrem System haben die beiden nicht nur mehrere Preise bei Gründerwettbewerben abgeräumt, sondern Ende April auch einen Großinvestor an Land gezogen: Carsten Maschmeyer, Gründer des Finanzdienstleisters AWD. Der Multimillionär aus Hannover hat über seine Beteiligungsgesellschaft Alstin rund 2,7 Millionen Euro in das Jungunternehmen gesteckt und hält jetzt 30 Prozent der Anteile. "Wir freuen uns, mit Orderbird ein sehr chancenreiches Wachstumsunternehmen für unser Beteiligungsportfolio gewonnen zu haben", ließ sich Maschmeyer nach dem Deal zitieren.

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