BSI-Chef

Betroffene von Datenklau werden rasch informiert

07. April 2014
Nach dem jüngsten Datenklau von 18 Millionen Mail-Adressen samt Passwörtern geht das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik davon aus, dass die großen Provider alle Betroffenen bis zum Montagabend informiert haben werden.

Durch die direkten Kontakte der Provider zu den Kunden will das BSI dieses Mal den Ansturm auf die eigene Sicherheitsseite deutlich verringern. In einem ähnlichen Fall im Januar waren die Server der Behörde mehrfach unter der Last der Anfragen zusammengebrochen.

Die Cyber-Kriminellen würden die E-Mail-Konten und dazu gehörigen Passwörter derzeit aktiv für Spam-Mails missbrauchen, sagte der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Michael Hange, am Montag in Bonn. Die gestohlenen Daten würden derzeit über ein Botnetz weiter genutzt und könnten auch für "kriminelle Taten" verwendet werden. Hange riet Internet-Nutzern zu einem "gesunden Misstrauen gegenüber unbekannten Mail-Absendern": "Erst nachdenken, dann klicken." (dpa/rs)

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