Nicht den Experten raushängen lassen

Bewerbungsratgeber für die IT-Karriere

17. Juni 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
ITler haben im Bewerbungsgespräch einen Hang zum Meistertum, weiß Yasmine Limberger. Die IT-Karriere-Expertin gibt Tipps für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch.

CIO: Frau Limberger, auf welche Regeln der Kommunikation achten Sie in Bewerbungsgesprächen?

Limberger: Ich finde es wichtig, dass ein angenehmer Gesprächsfluss herrscht. Der Kandidat sollte interessiert auftreten, Blickkontakt mit seinem Gegenüber halten und Fragen auf den Punkt genau beantworten. Der Bewerber sollte im Gespräch auch immer die persönlichen Highlights herausstellen, die zum Stellenangebot passen. Wer aufmerksam ist, kann außerdem herausfinden, was der Gesprächspartner hören möchte.

CIO: Achten Sie in einem Gespräch auch auf nonverbale Kommunikation?

Die Karriere-Expertin Yasmine Limberger.
Die Karriere-Expertin Yasmine Limberger.
Foto: Avanade

Limberger: Ich achte immer darauf, wann der Funke überspringt. Kandidaten sind verständlicherweise anfangs oft nervös und angespannt. Aber im Verlaufe des Bewerbungsgesprächs kommt der Punkt, an dem sie sich öffnen. Dann lehnen sie sich auch einmal zurück, lächeln häufiger und halten den Blickkontakt. All das sind in einem Gespräch positive Zeichen für mich.

CIO: Wie wichtig ist das äußere Erscheinungsbild des Bewerbers?

Limberger: Das äußere Erscheinungsbild ist sehr wichtig. Bewerber sollten sich immer im Vorfeld informieren, welche Kleidung an ihrem neuen Arbeitsplatz erwartet wird und sich zum Gespräch entsprechend präsentieren. Unsere Mitarbeiter arbeiten auch vor Ort beim Kunden, deshalb erwarten wir, dass sie zum Bewerbungsgespräch in Anzug und Krawatte erscheinen. Auch bei uns sind Kandidaten schon in Jeans und Turnschuhen zum Vorstellungstermin gekommen. Dass das nicht passt, merken die Bewerber meistens bereits bei der Begrüßung. Wir sprechen sie dann auch darauf an und fragen nach, ob sie sich generell im Anzug unwohl fühlen.