Beus bekommt 500 Millionen Euro aus zweitem Konjunkturpaket

Bitkom-Kritik: Zu wenig Geld für IT-Dienstleister

11. Februar 2009
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Die Millionen aus dem Konjunkturpaket sollen verstärkt in Gebäudesanierungen von Schulen und Hochschulen fließen. Falsch, findet der Branchenverband Bitkom. Von schnelleren Internetverbindungen für Schulen etwa könnten auch mittelständische IT-Firmen profitieren.

500 Millionen Euro aus dem zweiten Konjunkturpaket sollen in die bundesdeutsche IT fließen. Diesen Betrag nannte der Bundes-CIO Hans Bernhard Beus in einem Interview mit den VDI Nachrichten.

Aus dem bundesdeutschen Konjunkturpaket bekommt Beus 500 Millionen Euro.
Aus dem bundesdeutschen Konjunkturpaket bekommt Beus 500 Millionen Euro.
Foto: MEV Verlag

Mit den zusätzlichen Mitteln will Beus die zentralen IT-Strukturen der Bundesregierung stärken und die IT-Organisation des Bundes weiter verbessern. Zudem äußerte er Interesse an umweltschonenden Investitionen: "Wir werden auch bei Green IT investieren." Und Beus will Bürgerportal-Projekte ausbauen und große Infrastrukturprojekte wie den elektronischen Personalausweis verstärkt vorantreiben.

Nach eigenen Angaben verfügt Beus über einen Gesamtetat von drei Milliarden Euro. "Der öffentliche Bereich insgesamt macht vom bundesdeutschen IT-Kuchen rund 20 Prozent aus und der Anteil wächst", sagt Beus. Künftig wolle er die Nachfragemacht bündeln, um bessere Preise zu erreichen.

Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer kritisierte die starke Ausrichtung der Bundeshilfen auf die Gebäudesanierung von Schulen und Hochschulen. Scheer fordert laut Wirtschaftswoche mehr Geld für schnelle Internverbindungen, Computer und E-Learning-Software.

Zur Startseite