Plus Quartalsergebnis

Blackberry schließt Übernahme des "Merkel-Phone"-Anbieters ab

21. Dezember 2014
Blackberry hat die Übernahme des Verschlüsselungs-Spezialisten Secusmart abgeschlossen, der auch Handy-Gespräche der Bundesregierung absichert. Mit den Angeboten der Düsseldorfer Firma sollen die Blackberry-Dienste für Datensicherheit ausgebaut werden, erklärte CEO John Chen am Freitag.
Kanzlerin Merkel mit einem abhörsicheren Merkel-Phone
Kanzlerin Merkel mit einem abhörsicheren Merkel-Phone
Foto: Deutsche Messe

BlackberryBlackberry hatte die Übernahme von Secusmart im Sommer angekündigt. Die Unternehmen beliefern gemeinsam deutsche Behörden mit sicheren SmartphonesSmartphones: Die Geräte kommen von Blackberry, Secusmart sorgt für die Verschlüsselung der Daten und Gespräche. Von Anfang an hieß es, die Firma werde ihren Sitz in Düsseldorf behalten. Die Bundesregierung gab im November grünes Licht für den Deal. Alles zu Blackberry auf CIO.de Alles zu Smartphones auf CIO.de

Blackberry meldete am Freitag zugleich für das Ende November abgeschlossene dritte Geschäftsquartal erneut einen Verlust. Er fiel mit 158 Millionen US-Dollar aber deutlich niedriger aus als das Minus von 4,4 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Auf bereinigter Basis (Non-GAAP) erzielten die Kanadier sogar einen kleinen Gewinn von sechs Millionen Dollar oder ein Cent pro Aktie - verglichen mit einem Minus von zwei Cent pro Anteil ein Jahr zuvor. Der Umsatz fiel um ein Drittel auf 793 Millionen Dollar.

Chen versucht, den kanadischen Smartphone-Pionier mit einem Fokus auf das Geschäft mit Unternehmen aus der Krise zu führen - und kann dabei nach eigenen Angaben bereits eine Reihe von Erfolgen vorweisen. So wurden im Rahmen des EZ Pass-Programms 6,8 Millionen Lizenzen für BlackBerrys mobile Sicherheitsplattform BES10 ausgegeben, 30 Prozent davon wurden gegen Lizenzen von anderen MDM-Lösungen eingetauscht. Außerdem launchte Blackberry die Nachfolgerplattform BES12, die von Haus aus die vier wichtigen Smartphone-Betriebssysteme AndroidAndroid, Blackberry, iOS sowie Windows PhoneWindows Phone unterstützt und sich auch für das Management von IoT-Devices eignen soll. (dpa/mb) Alles zu Android auf CIO.de Alles zu Windows Phone auf CIO.de

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