Smartphone-Pionier

Blackberry verliert vor allem in Amerika Kunden

27. September 2013
Ausgerechnet auf dem amerikanischen Heimatkontinent sieht es für den verlustreichen Smartphone-Pionier Blackberry besonders trübe aus.

Wie aus den am Freitag vorgelegten ausführlichen Geschäftszahlen für Juni bis August hervorgeht, brach
der Umsatz in Lateinamerika um 62 Prozent ein. In Nordamerika verlor das kanadische Unternehmen im Jahresvergleich 52 Prozent seines Geschäfts.

In Europa, Afrika, dem Nahen Osten und Asien fielen die Einbußen nicht ganz so dramatisch aus. So hat BlackberryBlackberry etwa in Großbritannien noch eine Fangemeinde und in vielen Schwellenländern sind die SmartphonesSmartphones mit ihrer typischen Tastatur als günstige Einstiegsgeräte beliebt. Alles zu Blackberry auf CIO.de Alles zu Smartphones auf CIO.de

Dadurch erklärt sich auch, dass im zweiten Geschäftsquartal weiterhin mehr Modelle mit dem alten Betriebssystem Blackberry 7 als mit dem neuen System Blackberry 10 ausgeliefert wurden. Vor allem das erste Gerät der neuen Serie, das vergleichsweise teure Z10 mit reinem Touchscreen, lag bisher wie Blei in den Läden. Blackberry schrieb auf die Smartphones 934 Millionen Dollar ab. Sie sollen jetzt als Einstiegsgeräte angeboten werden.

Blackberry leidet unter der starken Konkurrenz von Android-Handys und Apples iPhoneiPhone. Im Quartal fiel dadurch ein Verlust von unterm Strich 965 Millionen Dollar an, wovor das Unternehmen schon gewarnt hatte. Der aus Deutschland stammende Konzernchef Thorsten Heins streicht nun weitere 4500 Stellen und das Unternehmen soll für 4,7 Milliarden Dollar (3,5 Mrd Euro) an einen kanadischen Investor verkauft werden. (dpa/rs) Alles zu iPhone auf CIO.de