Aberdeen: Web 2.0 steigert Produktivität

Blockaden und Erfolgsfaktoren bei Web 2.0

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Unternehmensforen und interne soziale Netzwerke können die Einarbeitungszeit verkürzen. Entscheidern fällt es jedoch schwer, den Erfolg von Web 2.0-Tools zu überprüfen. Das geht aus einer Studie von Aberdeen hervor.
Die Nutzung von Web 2.0 heute und vor einem Jahr.
Die Nutzung von Web 2.0 heute und vor einem Jahr.

Web 2.0 als Stellenbörse, Web 2.0 als Weiterbildungs-Tool und als Umsatzmotor - glaubt man den Analysten von Aberdeen, geht nichts mehr ohne interaktive und kollaborative Werkzeuge. Sie haben den Zusammenhang zwischen Performance und dem Einsatz von Web 2.0 unter die Lupe genommen. Wie bei dem Marktforscher üblich, werden die analysierten Unternehmen in drei Kategorien eingeteilt: besonders erfolgreiche Firmen ("Best in Class", kurz BiC), Mittelfeld ("Average") und Schlusslichter ("Laggards").

Dazu ein paar Zahlen: Die BiCs verbuchten binnen Jahresfrist sowohl bei Mitarbeiterbindung als auch beim Umsatz pro Mitarbeiter eine Steigerung um 31 Prozent. Das Mittelfeld kam nur auf zehn Prozent Verbesserung und die Schlusslichter auf ein Prozent.

Außerdem verkürzten die besonders erfolgreichen Unternehmen die so genannte Time-to-Productivity - den Zeitraum, den ein neuer Kollege braucht, bis er richtig eingearbeitet ist - um ein gutes Drittel (34 Prozent). Im Schnitt reduzierte sich dieser Zeitraum um ein Zehntel. Dabei erzielten die Laggard-Firmen jedoch überhaupt keine Verbesserung

Hinzu kommt, dass 78 Prozent der Kollegen in einem BiC-Unternehmen angeben, sie seien hoch engagiert. Bei den Durchschnittsfirmen sind es 55 Prozent und bei den Nachzüglern 16.

Zur Startseite