Streit um Akkreditierungen

Blogger wollen Zugang zum Bundestag durchsetzen

13. Februar 2014
Wer als Journalist konstanten Zugang zum Bundestag haben möchte, braucht eine entsprechende Berechtigung. Einige Blogger bekamen diese nicht – und wollen sich nicht damit abfinden.

Mehrere Blogger und Internet-Publizisten wollen den generellen Zugang zum Bundestag zur Berichterstattung durchsetzen. Nach der Verweigerung entsprechender Akkreditierungen wollen sich die Betroffenen wehren. "Wir behalten uns juristische Schritte vor", sagte Markus Beckedahl, Gründer der Plattform netzpolitik.org, in Berlin.

Tilo Jung, der das Netz-Videoformat "Jung & Naiv" betreibt, sagte, er hoffe auf wirksame Unterstützung von Abgeordneten. Notfalls würden gemeinsame Reaktionen der Betroffenen erwogen.

Beiden hatte der Bundestag nach ihren Angaben Jahresakkreditierungen für Journalisten verweigert. Diese berechtigen Korrespondenten zum Betreten der Bundestagsgebäude. MedienMedien hatten von weiteren Betroffenen berichtet. Top-Firmen der Branche Medien

Wie sind Blogger zu behandeln?

Der designierte Vorsitzende des neuen Parlamentsausschusses Digitale Agenda, Jens Koeppen (CDU), sagte mit Blick auf künftige Anhörungen und Fachgespräche des Ausschusses, er strebe große Transparenz auch unter Einbeziehung von Fachjournalisten und Fachbloggern an. Der Ausschuss wird an diesem Donnerstag eingesetzt.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist die Frage, ob Blogger wie hauptberuflich arbeitende Journalisten und Parlamentsberichterstatter zu behandeln sind. Beckedahl betonte, er arbeite durchaus hauptberuflich und journalistisch. (dpa/tö)

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