Neuer 7er G11

BMWs Antwort auf die Digitalisierung moderner Mobilität

Einen seiner ersten Artikel schrieb René Schmöl, Jahrgang 1982, mit 16 Jahren für die Tageszeitung Freies Wort. Es war ein Interview mit Hape Kerkeling. Dieser Erfolg motivierte ihn, weiterzumachen. Nach sieben Jahren im Lokaljournalismus und einer Ausbildung zum Verlagskaufmann folgte ein Volontariat bei der Verlagsgruppe Handelsblatt. Die zwei aufregendsten Jahre seines Lebens. Seit 2007 ist Schmöl in unterschiedlichen Positionen für IDG tätig. Momentan als Chef vom Dienst Online. Er kümmert sich um das Portal cio.de.
Für BMW-Chef Harald Krüger sind "7er-Kunden Vordenker, Macher und Gestalter." Für diese Zielgruppe bringt der Autobauer die neue 7er-Limousine und verbaut alles, was aktuell machbar ist.

Gestern hat BMWBMW die neue 7er-Baureihe vor Journalisten präsentiert. Weltpremiere feiert das Fahrzeug jedoch erst im Herbst auf der IAA in Frankfurt am Main. Neben neuen Technologien in den Bereichen Leichtbau, Antrieb und Fahrwerk setzt BMW vor allem im Bereich Bedienung und intelligente Vernetzung einen Schwerpunkt. "In diesem Fahrzeug steckt alles, was wir bei BMW heute können", sagt Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG. Top-500-Firmenprofil für BMW

Doch nicht immer schaffen es Autobauer das Design, die Funktionalität und die technischen Neuheiten gut aufeinander abzustimmen. Doch genau das soll der neue 7er - intern G11 genannt - bieten. "Oberstes Ziel bei der Entwicklung des neuen Fahrzeugs war es, modernen Luxus zu erschaffen. Moderner Luxus für BMW basiert auf den fortschrittlichsten Technologien und auf einem besonderen Augenmerk für das Detail", erklärt Adrian van Hooydonk, Leiter BMW Group Design. So stehen für BMW eben nicht mehr nur die Motoren, das Design oder das Fahrwerk besonders im Vordergrund, sondern eben immer stärker die Vernetzung im Fahrzeug.

Im neuen 7er ist der Bordmonitor des Bediensystems iDrive nun als Touch Display verbaut. Damit verspricht sich BMW eine vom Umgang mit Smartphones oder Tablets bekannte und gelernte Form der Bedienung. Neben der Berührung der Bildschirmoberfläche können die gewünschten Funktionen aber nach wie vor auch durch Steuerung mittels Controller ausgewählt und aktiviert werden. "Bei der Bedienung im Fahrzeug kann der Kunde frei wählen", erklärt Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstands der BMW AG und zuständig für Entwicklung. Dieser Ansatz ist wohl der Zielgruppe dieses Fahrzeugs geschuldet. Innovationen? Ja! Aber die althergebrachte, gelernte sowie von den Kunden akzeptierte Bedienung soll deswegen nicht gleich wieder verschwinden.

Gestiksteuerung

Mit der neuen BMW-Gestiksteuerung müssen sich 7er-Fahrer auch erst anfreunden. Handbewegungen, die von einem 3D-Sensor erfasst werden, steuern Infotainment-Funktionen auf intuitive Weise, verspricht BMW. "Wenn Sie zum Beispiel in diesem Auto Ihr Radio lauter stellen oder einen Anruf annehmen möchten, geht das ab jetzt mit einer einfachen Geste", erklärt Klaus Fröhlich. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine definierte Geste mit einer individuell auswählbaren Funktion zu verknüpfen. Eine vor allem praktische und wohl gern genutzte Neuheit dürfte die in der Mittelkonsole integrierte Smartphone-Halterung sein, die das kabellose, induktive Aufladen des Mobiltelefons ermöglicht.

Den System Driving Assistant Plus ergänzt BMW um die Lenk- und Spurführungsassistenten, den Spurhalteassistenten mit aktivem Seitenkollisionsschutz, die Prävention Heckkollision sowie die Querverkehrswarnung. Beim teilautomatisierten Fahren kann der Stauassistent auf Straßen aller Art genutzt werden. Bei der Nutzung der aktiven Geschwindigkeitsregelung mit Stop-&-Go-Funktion genügt jetzt ein Knopfdruck des Fahrers, um Tempobeschränkungen, die von der Funktion Speed Limit Info erkannt werden, zu berücksichtigen. Der 7er hält sich somit automatisch immer an die vorgegebene Geschwindigkeit. Blitzer am Wegesrand verlieren dadurch ihren Schrecken.

Der Reisekomfort im Fond ist BMW wichtig. Schließlich sitzen viele Kunden in China, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Russland hinten. Mit der Sonderausstattung Executive Lounge sind in der Executive Lounge Fondkonsole ein ausklappbarer Tisch, zusätzliche Cupholder sowie das Touch Command untergebracht. Das herausnehmbare 7-Zoll-Tablet ermöglicht die Steuerung der im Fond verfügbaren Infotainment- und Komfortfunktionen des BMW 7er und kann darüber hinaus zum Abspielen von eigenen Audio- und Videodateien, als Spielkonsole oder zum Surfen im Internet genutzt werden.

Ferngesteuertes Parken

Spätestens in einer engen Tiefgarage wird wieder klar: Der 7er ist kein wendiger Kleinwagen. Und für sehr enge Garagen gibt es jetzt das ferngesteuerte Parken. So kann der neue BMW 7er ohne Fahrer am Steuer in Kopfparklücken oder Garagen hinein- und wieder herausmanövrieren. Die Option ferngesteuertes Parken soll so die Nutzung von schmalen Stellflächen ermöglichen. Das Hinein- und Herausfahren wird vom Fahrer mit dem neuen BMW-Display-Schlüssel aktiviert und vom Fahrzeug teilautomatisiert ausgeführt, während der Fahrer auf Hindernisse achtet. Der Fahrer kann vorher aussteigen. Kurz: Der Fahrer steuert das Fahrzeug von außen mit einer FernbedienungFernbedienung in die Parklücke. Das optionale ferngesteuerte Parken ist als Sonderausstattung kurz nach der Markteinführung erhältlich. Alles zu Connected Car auf CIO.de

Der neue Display-Schlüssel für den BMW 7er.
Der neue Display-Schlüssel für den BMW 7er.
Foto: BMW AG

Der neue Display-Schlüssel ist einerseits nützlich, versorgt er doch den Fahrer mit Informationen zu Reichweite, Verriegelung und Service-Meldungen, andererseits stehen diese Informationen natürlich nach wie vor im Fahrzeuginneren zur Verfügung. Auch die Bezeichnung "Schlüssel" trifft es nicht mehr, "Männer-Spielzeug" schon eher.

Neu im 7er-Segment ist das bereits im Elektrosportwagen BMW i8 eingeführte BMW Laserlicht. Dieses Licht soll durch den BMW Selective Beam blendfrei arbeiten und wird für den neuen BMW 7er als Alternative zu den serienmäßigen Voll-LED-Scheinwerfern angeboten. Nach BMW-Angaben erzeugen die Laserlicht-Scheinwerfer ein helles und rein weißes Licht und erzielen eine gegenüber den LED-Scheinwerfern verdoppelte Fernlichtreichweite von 600 Metern.

Plug-in-Hybrid BMW 740e

Bisher konnten die Kunden zwischen leistungsstarken Diesel- und Benzin-Motoren wählen. Zum ersten Mal bietet BMW mit dem 740e in diesem Segment einen Plug-in-Hybriden an. Das Modell wird von einem Vierzylinder-Ottomotor und einem Elektromotor angetrieben, die gemeinsam eine Systemleistung von 240 kW/326 PS erzeugen. Im EU-Testzyklus für Hybridfahrzeuge kommt der BMW 740e auf einen kombinierten Kraftstoffverbrauch von 2,1 Litern je 100 Kilometer beziehungsweise einen kombinierten Stromverbrauch von 12,5 kWh je 100 Kilometer. Die CO2-Emissionen betragen 49 Gramm pro Kilometer (vorläufige Werte). Damit kommt BMW einerseits den DienstwagenfahrernDienstwagenfahrern entgegen, für die der 7er aufgrund von CO2-Beschränkungen bisher nicht möglich war, andererseits tragen die Plug-in-Hybriden dazu bei, den CO2-Flottenverbrauch aller BMW-Fahrzeuge zu senken. Alles zu Dienstwagen auf CIO.de

Der von einer Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie mit Energie versorgte Elektroantrieb unterstützt den Ottomotor beim schnellen Beschleunigen. Außerdem ermöglicht die BMW eDrive Technologie elektrisches Fahren mit einer Geschwindigkeit von bis zu 120 km/h und mit einer Reichweite von bis zu 40 Kilometern.

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