"Spiegel"

BND hat bei Datenerfassung auch mit CIA kooperiert

15. Dezember 2014
Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat nach "Spiegel"-Informationen bei der Datenerfassung in Deutschland nicht nur mit dem US-Geheimdienst NSA kooperiert, sondern auch mit der CIA.

Bei der befristeten Operation mit dem Codenamen "Globe" im Jahr 2005 zur Terrorismusabwehr soll aber ausschließlich Auslandstelefonverkehr abgefangen worden sein, wie das Magazin am Sonntag berichtete. Damals habe sich der BND an die deutsche Tochter eines US-Netzbetreibers gewendet und Zugang zu dessen Kommunikationsverbindungen in Düsseldorf verlangt. Die weltweit agierende Firma hielt laut "Spiegel" zunächst Rücksprache mit der amerikanischen Muttergesellschaft. Schließlich habe man sich auf eine Zusammenarbeit unter Einbindung des US-Geheimdienstes CIA geeinigt.

Bundesnachrichtendienst (BND), neue Zentrale in Berlin, Hauptgebäude im Abendlicht
Bundesnachrichtendienst (BND), neue Zentrale in Berlin, Hauptgebäude im Abendlicht
Foto: BND

Die Daten seien in die BND-Außenstelle Rheinhausen geleitet und dort aufbereitet worden. Um den Vorgang aufzuklären, will der NSA-Untersuchungsausschuss im Bundestag laut "Spiegel" diese Woche einen Beweisantrag beschließen, wonach alle Akten über entsprechende Kooperationen mit amerikanischen Stellen vorzulegen sind. (dpa/tc)

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