CIO Auf- und Aussteiger


Kollatz zu Alcoa

Bogdanski neuer CIO bei Lufthansa

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Josef Bogdanski verantwortet das weltweite IT- und Prozessmanagement der Lufthansa Group. Zuletzt leitete er das Spar- und Zukunftsprogramm "Score".
Der neue CIO/CPO der Lufthansa Group, Josef Bogdanski, ist seit 1984 im Unternehmen.
Der neue CIO/CPO der Lufthansa Group, Josef Bogdanski, ist seit 1984 im Unternehmen.
Foto: Lufthansa

Josef Bogdanski (61) ist seit Mai 2015 neuer CIO und Chief Process Officer (CPO) der LufthansaLufthansa Group. Das teilte das Unternehmen mit. Er verantwortet damit das weltweite IT- und Prozessmanagement des Luftfahrt-Konzerns. Als seine wichtigste Aufgabe soll er die weitere Integration der Airline- und Servicegesellschaften in vorantreiben. Top-500-Firmenprofil für Lufthansa

In seiner neuen Funktion berichtet Bogdanski an Harry Hohmeister, der im Konzern-Vorstand für die Verbund-Airlines sowie die Bereiche Logistik und IT zuständig ist.

Diplom-Ökonom Bogdanski machte seinen Abschluss 1984 an der Universität Duisburg, im selben Jahr begann er seine Karriere bei der Deutschen Lufthansa AG. Danach hatte er führende Positionen im Management inne, darunter die Leitung des Area Management Middle East, Southeast Europe & Africa mit Sitz in Dubai.

Bogdanski leitete das Spar- und Zukunftsprogramm "Score"

Anschließend leitete Bogdanski den Vertrieb Deutschland, Globales Key Account Management /Online-Vertrieb. Vor seiner aktuellen Ernennung zum CIO/CPO war er für das Spar- und Zukunftsprogramm "Score-Change for Success" verantwortlich, das nach Angaben der Lufthansa in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossen wird.

Durch das im Februar 2012 gestartete und ursprünglich nur bis Ende 2014 geplante Programm sollte bis 2014 eine Ergebnissteigerung von mindestens 1,5 Milliarden Euro erreicht werden.

Vorgänger Christoph Kollatz hat die Lufthansa im April verlassen und arbeitet jetzt bei Alcoa.
Vorgänger Christoph Kollatz hat die Lufthansa im April verlassen und arbeitet jetzt bei Alcoa.
Foto: Lufthansa

Kollatz wechselt zum Aluminiumkonzern Alcoa

Bogdanski folgt auf Christoph Kollatz, der die Lufthansa Group im April 2015 verlassen hat. Seit Mai 2015 ist Kollatz beim US-amerikanischen Alumniumkonzern Alcoa. Dort trägt er den Titel Executive Vice President for Corporate Development, Strategy and New Ventures. CEO von Alcoa mit Hauptsitz in New York City ist seit Mai 2008 der frühere Vorstandsvorsitzende der SiemensSiemens AG, Klaus Kleinfeld. Top-500-Firmenprofil für Siemens

Kollatz war Anfang Mai 2012 CIO und CPO geworden. Der Vorgänger von Kollatz war Thomas Endres. Kollatz kam von SAPSAP, wo er als Executive Vice President SAP Hana das Geschäft um die neue Datenbanklösung ausbauen sollte. Zuvor war er CEO der später von AtosAtos übernommenen Siemens IT Solutions und Services. Top-500-Firmenprofil für Atos Alles zu SAP auf CIO.de

In einem Interview erläuterte Kollatz in dem Artikel "Lufthansa strebt mit IBM hohe Sparziele an" Auswirkungen und Hintergründe der Ende 2014 angekündigten Auslagerung der IT-Infrastrukturdienste an IBMIBM. Alles zu IBM auf CIO.de

Verantwortung des IT-Chefs auch für Prozesse seit 2012

Dass der IT-Chef gleichzeitig für Prozesse verantwortlich ist, war neu bei der Lufthansa und wurde erst mit dem Amtsantritt von Kollatz eingeführt. Die Aufgaben von CIO und CPO waren gebündelt worden, da die Optimierung von Geschäftsprozessen und IT eng miteinander verknüpft seien und man sich davon mehr Effizienz erhoffe, hieß es damals.

Über anstehende IT-Projekte im Aufgabenbereich des neuen CIO machte die Lufthansa auf Nachfrage keine Angaben.

Die Lufthansa Group ist ein weltweit operierender Luftverkehrskonzern mit insgesamt rund 540 Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften, die im Geschäftsjahr 2014 in fünf Geschäftsfeldern organisiert waren: Passage Airline Gruppe, Logistik, Technik, Catering und, bis zum Ende des Geschäftsjahres 2014, IT Services.

Das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main erzielte 2014 Umsätze von 30 Milliarden Euro und hat rund 119.000 Mitarbeiter. Das operative Konzernergebnis lag bei 954 Millionen Euro (plus 37 Prozent gegenüber Vorjahr).