Französischer Mischkonzern

Bouygues will Telekom-Sparte nicht an Drahis Numericable verkaufen

22. Juni 2015
Der französische Mischkonzern Bouygues hat ein Kaufangebot des Milliardärs Patrick Drahi für Bouygues Telecom erst einmal abgeschmettert.

Das Angebot sei "unerwünscht" und es gebe derzeit keine Verhandlungen, teilte Bouygues am Montag kurz nach der Veröffentlichung der Offerte (PDF-Link) durch Drahis Mobilfunkunternehmen Numericable (PDF-Link) mit. Der Verwaltungsrat des Mischkonzerns werde sich am Dienstag mit dem Angebot befassen. Kreisen zufolge bietet Numericable 10 Milliarden Euro.

Foto: Bouygues Telecom

Auch der französische Geschäftsmann Xavier Niel sitzt mit dem Telekomkonzern Iliad bei der Offerte im Boot. Er soll nach dem Willen von Numericable einen Teil der Netze und Mobilfrequenzen übernehmen. Das Angebot von Drahi soll Berichten zufolge bereits seit mehr als einer Woche vorliegen.

Bouygues Telecom ist das drittgrößte Telekom-Unternehmen Frankreichs. Nach einem Kauf könnte Numericable dem Marktführer Orange ernsthaft Konkurrenz machen. Numericable und Bouygues Telecom kämen zusammen auf über 30 Millionen Mobilfunkkunden und mehr als 15 Milliarden Euro Umsatz.

Momentan befindet sich Milliardär Drahi auf Einkaufstour und will auch außerhalb von Europa wachsen. Erst jüngst kündigte Altice an, 70 Prozent des US-Kabelanbieters Suddenlink Communications zu übernehmen. Die Offerte hat einen Wert von 9,1 Milliarden US-Dollar. Der Zukauf soll im vierten Quartal über die Bühne gehen. (dpa/tc)

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