Multi-Process-Verträge sind out

BPO: Europa schließt zu Amerika auf

30. Oktober 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die alte Welt gibt ihre Zurückhaltung in Sachen Business Process Outsourcing (BPO) auf: Im dritten Quartal dieses Jahres hält Europa ein Volumen von 46 Prozent am BPO-Markt, die Amerikaner liegen bei 49 Prozent. Das meldet der Berater TPI in seinem vierteljährlichen Index. Ein weiteres Ergebnis: Immer weniger Firmen sourcen ganze Unternehmensbereiche oder komplette Prozesse aus.

TPI beziffert den weltweiten Wert der BPO-Verträge im dritten Quartal dieses Jahres auf mehr als 3,5 Milliarden Euro. Dabei setzt sich der oft beschworene Trend zu kleineren Verträgen mit kürzeren Laufzeiten fort. Insgesamt wurden 58 Deals abgeschlossen, gegenüber dem vorigen Quartal entspricht das einer beachtlichen Steigerung von 23 Prozent.

In Europa wuchs die Zahl der Verträge von 19 im zweiten auf 27 im dritten Vierteljahr 2006.

Wie die Daten zeigen, lassen sich die Firmen nicht von großen Namen beeindrucken: Der Marktanteil der globalen "Big Six" ging beim Business Process OutsourcingOutsourcing innerhalb der vergangenen drei Jahre von 40 auf 35 Prozent zurück. TPI sieht das in der breiten Konkurrenz an Service-Providern begründet. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Die Hälfte des Kuchens für sechs Große

Wird der Blick allerdings über BPO hinaus auf den gesamten Outsourcing-Markt gerichtet, konnten die Dickschiffe ihren Anteil im selben Zeitraum auf jetzt 52 Prozent steigern. In Europa erreichen sie aktuell 36 Prozent nach 35 Prozent im Jahr 2005.