Unterhaltungselektronik

Branche sieht Voraussetzungen für positives Geschäft gegeben

28. August 2014
Die Veranstalter der IFA sehen zum 90. Geburtstag der Messe positiv in die Zukunft. Smartphones und Tablets bringen Schwung ins Geschäft. Aber auch bei dem schwierigen Markt mit Flachbildfernsehern gibt es Grund für einen zuversichtlichen Ausblick.

Die Branche der Unterhaltungselektronik sieht kurz vor dem Start der IFA in Berlin gute Voraussetzungen für eine positive Geschäftsentwicklung. Die IFA werde als weltweit wichtigste Ordermesse der Branche zusätzlich positive Impulse geben, sagte Hans-Joachim Kamp, Vorsitzender des Aufsichtsrats des Branchenverbands gfu, am Donnerstag in Berlin. Mehr als vier Milliarden Euro werde an Ordervolumen auf der Messe erwartet.

Insgesamt habe sich der Markt für Verbraucherelektronik mit einem Plus von 1,9 Prozent im ersten Halbjahr positiv entwickelt, sagte Kamp. "Das war besser als ursprünglich erwartet." Die Branche hat 12,6 Milliarden Euro umgesetzt. Getrieben werde das Geschäft mit IT- und Telekom-Produkten. SmartphonesSmartphones und TabletsTablets sorgen derzeit für den größten Schwung. Auch der Markt mit Desktop-PCs hatte sich zuletzt wieder deutlich erholt. Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Der Umsatz mit klassischer Consumer Electronics etwa mit Flachbildfernsehern war allerdings deutlich eingebrochen und verzeichnete mit einem Umsatz von knapp 4,8 Milliarden Euro ein Minus von 4 Prozent. Einen Teil dazu trug der anhaltende Preisverfall bei den Geräten bei. Laut Kamp haben die TV-Hersteller aber auch von der Fußball-WM profitiert.

Es gebe positive Signale, sagte Kamp. Noch immer gebe es 10 Millionen alte Röhrenfernseher in den deutschen Haushalten. 10 Prozent der Fernseher seien zudem älter als sieben Jahre. "Was das TV-Geschäft betrifft, sehen wir gute Voraussetzungen." Neue Trends wie Ultra-HD-Auflösung oder leicht gebogene Bildschirme, aber auch smarte Funktionen sorgten zudem für neue Kaufimpulse.

In Berlin werden vom 3. bis zum 10. September die neusten Produkte und Technologien zu sehen sein. "Die IFA lebt von Innovationen, und sie wird auch weiter von Innovationen leben", sagte Kamp. Sie sei weltweit die Nummer eins unter den Messen für Consumer Electronics.

Erstmals steht auch der neue CityCube zur Verfügung, der auf dem ehemaligen Platz der Deutschlandhalle neue errichtet wurde. Auf einer Etage wird dort Samsung sein komplettes Programm vom Smartphone bis zum Kühlschrank präsentieren. Das Kongress-Zentrum ICC wird dafür nicht mehr bespielt. Insgesamt nimmt die IFA nach eigenen Angaben um knapp 3 Prozent an Ausstellungsfläche zu (149 000 Quadratmeter).

Als Rahmenprogramm findet erstmals das Kongressformat "IFA+ Summit - Next Level Of Thinking" statt, wo internationale Innovatoren, Unternehmer und Vordenker zu Wort kommen sollen. Der Kongress soll mit seinen Vorträgen einen Ausblick geben darauf, was die digitale Zukunft bringen wird. (dpa/rs)

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