Gigantischer Datenklau

BSI arbeitet "mit Hochdruck" an Info-Lösung

04. April 2014
Nach dem wohl größten Datenklau in der Geschichte in Deutschland mit 18 Millionen E-Mail-Konten will das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik in Kürze weitere Informationen zur Verfügung stellen.

Das BSI arbeite derzeit "mit Hochdruck und in Zusammenarbeit mit Behörden und Providern an einer Lösung, wie und auf welchem Weg betroffene Internetnutzer informiert werden können", teilte die Behörde mit.

Das BSI berät sich zunächst mit den großen Providern über das weitere Vorgehen. Wie am Donnerstag bekanntwurde, haben Unbekannte einen Datenbestand von 18 Millionen E-Mail-Adressen samt Passwörtern geklaut. Die Staatsanwaltschaft Verden war bei seinen Ermittlungen zu einem ähnlich großen Datenklau auf den Datenbestand gestoßen. Demnach handelt es sich um aktiv genutzte Adressen, die zum Teil schon für den Versand von Spams missbraucht worden seien.

Das BSI rät Internet-Nutzern unterdessen, wichtige Maßnahmen zur Sicherheit zu ergreifen, darunter auf jeden Fall auch fünf "Kernmaßnahmen" zu beachten. Wer im Netz unterwegs ist, sollte demnach dafür "keinesfalls ein Administrator-Konto" nutzen. Alle gängigen Betriebssysteme böten die Möglichkeit, sich auch als Nutzer mit eingeschränkten Rechten anzumelden, betont die Behörde. Wie "Spiegel Online" am Donnerstag berichtete, dürften mindestens drei Millionen Nutzer in Deutschland von dem Diebstahl betroffen sein. (dpa/rs)

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