Staatsmonopolist

Bund mischt sich nicht in Telekom-Stellenabbau ein

07. Februar 2014
Der Bund will sich als Großaktionär der Deutschen Telekom einem Pressebericht zufolge nicht gegen einen Stellenabbau bei dem ehemaligen Staatsmonopolisten stellen.

Hintergrund ist, dass bei dem anstehenden Umbau der IT-Sparte T-Systems der Abbau von tausenden von Stellen befürchtet wird. "Die Frage der Umstrukturierung einzelner Unternehmenssparten und die damit zusammenhängende Veränderung des Personalkörpers einzelner Unternehmensbereiche betreffen das operative Geschäft des Unternehmens, das allein vom Vorstand zu führen ist", zitierte die "Rheinische Post" eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion.

Der Umbau bei T-Systems falle auch nicht in die Beschlusskompetenz der Hauptversammlung der Anteilseigner, heißt es dort weiter. Management und Betriebsrat müssten sich jetzt über einen sozialverträglichen Stellenabbau verständigen, heißt es in der Antwort weiter.

Die IT-Sparte zählt seit Jahren zu den Sorgenkindern der Telekom. Der seit Jahresbeginn amtierende Konzernchef Timotheus Höttges plant dem Vernehmen nach einen umfassenden Umbau von T-Systems. Gewerkschaftern zufolge könnten dabei bis zu 8.000 Arbeitsplätze wegfallen. Der Bund hält direkt und indirekt insgesamt 31,9 Prozent der Telekom-Anteile. In den fünf Jahren seit 2009 habe die Telekom insgesamt fast 2,4 Milliarden Euro Dividende an den Bund ausgeschüttet, heißt es in der Antwort. Im vergangenen Jahr sei eine Dividende von knapp 453 Millionen Euro an den Bund geflossen. (dpa/rs)

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