Folge der NSA-Affäre

Bundesregierung überprüft eigene Hardware

29. Juni 2014
Die Bundesregierung will als Reaktion auf die NSA-Affäre Informationstechnik und Computer in den Ministerien genauer unter die Lupe nehmen. "Sie können davon ausgehen, dass wir uns auch über die Hardware Gedanken machen", sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Freitag in Berlin. Die gesamte IT-Infrastruktur der Ministerien solle sicherer gemacht werden.

Zuvor hatte das Innenministerium angekündigt, dass der Bund sich von dem US-Anbieter Verizon als Netzbetreiber verabschieden wird. Streng genommen sei das keine Kündigung, sagte der Sprecher. Das Ministerium nutze eine Vertragsklausel, nach der die Vereinbarung mit Verizon auf einen anderen Anbieter übertragen werden könne. Nach dem Willen des Innenministeriums soll die Deutsche Telekom die Aufgaben übernehmen. Die Übertragung der Technik werde allerdings wohl bis 2015 dauern. Der Sprecher betonte, dass es keinen speziellen Verdacht gegen das US-Unternehmen gebe. "Einen konkreten Vorwurf an Verizon (..) gibt es nicht." Verizon muss in den USA angefallene Telefondaten seiner Kunden an den Geheimdienst NSA weitergeben. Dazu ist das Unternehmen gerichtlich verpflichtet. (dpa/rs)

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