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Nach Cyber-Angriff

Bundestag gibt Abgeordneten elementare Sicherheitstipps

19. Juni 2015
Als Konsequenz aus der Cyber-Attacke auf das Parlament hat die Bundestagsverwaltung die Abgeordneten zur Einhaltung elementarer Sicherheitsregeln bei der Computernutzung aufgerufen.

In einer Mail an alle 631 Abgeordneten appellierte Bundestags-Direktor Horst Risse am Donnerstagnachmittag, die IT-SicherheitIT-Sicherheit "durch die Beachtung der allgemeinen Regeln für die Nutzung der Informationssysteme zu unterstützen". In der internen Mail, über die zunächst die "Bild"-Zeitung berichtet hatte und die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es: "Wenn auch seit dem 20. Mai kein Datenabfluss mehr festgestellt wurde, bedeutet das nach wie vor keine Entwarnung." Alles zu Security auf CIO.de

Reichstag in Berlin, Spreeseite
Reichstag in Berlin, Spreeseite
Foto: Thomas Cloer

Den Abgeordneten werden elf Sicherheitsregeln empfohlen. Dazu gehören selbstverständliche Verhaltensgrundsätze wie jene, unbekannten Links in E-Mails nicht zu folgen oder Mailanhänge, deren Ursprung unklar ist, nicht zu öffnen. Mails mit verseuchtem Anhang waren den Erkenntnissen der Ermittler zufolge Ursache für die bislang größte Attacke auf das Computernetzwerk des Bundestages.

Außerdem werden die Parlamentarier unter anderem aufgefordert, sichere Passwörter zu verwenden und diese regelmäßig zu ändern. Außerdem sollten für die Speicherung sensibler Daten verschlüsselte Dateiablagen genutzt werden. (dpa/tc)

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Thema: Security

Kommentare zum Artikel

Dirk Haar

1. Wenn es keine vom Netzadmin eingestellte, hinreichende Passwortregeln (alle x Tage wechseln, Komplexitätsregeln, Historie...) gibt, dann wird sich (fast) niemand daran halten!
2. Wenn Browser und Mailprogramme installationsseitig keine entsprechenden voreingestellten Sicherheitsmechanismen aufweisen (Adblocker, Notrack...) und die Firewalls nicht entsprechend konfiguriert sind, wen wundern da riesige Löcher?

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