Einführung

Business Intelligence

21. November 2008
Oliver Häußler arbeitet als freier Journalist und Moderator in der IT- und Telekommunikationsbranche. Seine journalistischen, wirtschaftlichen und technischen Erfahrungen sammelte der Kommunikationswissenschaftler während seiner über 20 Jahre langen Tätigkeit als Chefredakteur von renommierten Fachzeitschriften wie der Funkschau, FunkschauHandel, NetworkWorld und als Moderator von Kongressen, Webcasts und zahlreichen Podiumsdiskussionen.
Der Markt für Business Intelligence wächst in Deutschland jährlich um knapp 14 Prozent. Vor allem große Unternehmen setzen darauf. Doch auch für Mittelständler wird das Thema immer interessanter, weil es Wettbewerbsvorteile bringen kann. Was Business Intelligence genau ist und welche Vorteile es beim Einsatz im eigenen Betrieb bringt, ist vielen unbekannt. Eine Einführung ins Thema.

Mit Business Intelligence (BI) geht es deutschsprachigen Anwendern wie mit vielen englischen Fachbegriffen, die von der IT-Welt übernommen werden: Die exakte Beschreibung, was darunter zu verstehen ist, bleibt unklar.

Bereits der Versuch der direkten Übersetzung führt auf den falschen Pfad. "Intelligente Geschäfte" trifft nicht zu - die sind bei kaufmännisch orientierten Unternehmern ohnehin Voraussetzung. "Der englische Ausdruck "intelligence" bedeutet in diesem Kontext nicht ´Intelligenz`, sondern die aus dem Sammeln und Aufbereiten erworbener Informationen gewonnenen Erkenntnisse", so Wikipedia. Nicht die Geschäftsintelligenz, vielmehr die "Geschäftsanalytik" ist gemeint. Es geht um die

  • Sammlung

  • Auswertung und

  • Darstellung

aller in einem Unternehmen vorhandenen Geschäftsdaten.

Entscheidungsgrundlagen für Manager

Dem Prinzip liegt der Gedanke zugrunde, der Unternehmensführung Informationen aus der Vielzahl an Daten aus dem Unternehmen oder Markt so aufzubereiten, dass sie Entscheidungen daraus ableiten kann.

Ein Beispiel: Die aktuellen Verkaufszahlen eines bestimmten Produktes in einer speziellen Region werden mit den Plan- und Produktionszahlen für diese Region in Zusammenhang gebracht. Bei auffälligen Abweichungen kann das Management schnell reagieren und die Produktionskapazitäten anpassen beziehungsweise Maßnahmen beschließen, um den Verkauf anzukurbeln.

Aus Daten (Planzahlen) werden also Informationen (Abweichungen), die eine Entscheidungsgrundlage für Maßnahmen (zum Beispiel eine Marketingkampagne) darstellen. Die Daten können aus dem Enterprise Resource Planning oder aus dem Warenwirtschafts-, Buchungs- und Bestellsystemen stammen oder aus Meinungsumfragen.

Aus Daten werden Informationen gewonnen, die wiederum Grundlage für Management-Entscheidungen sind.
Aus Daten werden Informationen gewonnen, die wiederum Grundlage für Management-Entscheidungen sind.

Dieses Prinzip ist nicht neu und es handelt sich dabei auch nicht um ein ursprüngliches IT-Thema. Angesichts unserer hochdigitalisierten Arbeitswelt ist es jedoch nahliegend, dass IT-Systeme auch für diese Prozesse eingesetzt werden. Moderne BI-Plattformen tun das meist automatisch, strukturieren die Daten und bereiten sie anwendungsfreundlich auf.

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