Analysten-Kolumne

Business Intelligence: Der große Teil der Entwicklung liegt noch vor uns

11. Juni 2008
Von Klaus-Dieter Schulze
Obwohl in vielen Unternehmen schon erhebliche Investitionen in die Versorgung mit Informationen getätigt worden sind, wird das Potenzial von Business Intelligence häufig erst ansatzweise genutzt. Mangelnde Anpassbarkeit, Komplexität in der Handhabung und mangelnde Datenqualität sind nur ein Teil der Probleme, die bei vielen Anwendern und Verantwortlichen Zweifel am Sinn von Business-Intelligence-Initiativen aufkommen lassen.
Klaus-Dieter Schulze, Analyst bei Steria Mummert: "Informationen werden mittlerweile in vielen Unternehmen als kritische Ressourcen eingestuft."
Klaus-Dieter Schulze, Analyst bei Steria Mummert: "Informationen werden mittlerweile in vielen Unternehmen als kritische Ressourcen eingestuft."

Die mit dem Begriff Business IntelligenceBusiness Intelligence beschriebene, systematische Aufbereitung von Daten zum Zweck der Analyse und des Reportings ist kein neues Thema. Laut einer Studie von Steria Mummert Consulting aus dem Jahr 2006 haben Unternehmen im Schnitt je nach Branche zwischen drei und knapp zehn Jahren Erfahrung im Umgang mit solchen Systemen. Dabei wurden von 40 Prozent der Studienteilnehmer ein bis fünf Millionen und von sieben Prozent sogar über zehn Millionen Euro pro Jahr investiert. Alles zu Business Intelligence auf CIO.de

Wer angesichts dieser Statistiken von einer positiven Bewertung von Business Intelligence auf den für Unternehmen geschaffenen Mehrwert ausgeht, sieht sich enttäuscht. Anwender und Verantwortliche sparen nicht mit Kritik, wenn es um die Bewertung der Informationsversorgung in Ihren Unternehmen geht. Dabei wird keineswegs die zu geringe Menge bereitgestellter Informationen kritisiert, vielmehr die Schwierigkeit, im Angebot der verfügbaren Reports und Analysen die richtige, verlässliche Information zu finden.

In der Kritik stehen daneben auch die Reaktionszeit bei Veränderungswünschen und die Komplexität in der Handhabbarkeit. Aus einer Management-Perspektive ist die mangelnde Transparenz über Kosten und Nutzen ein zusätzliches Ärgernis. So ist es beispielsweise nicht selten, dass es nach der Akquise einer neuen Gesellschaft aufgrund unterschiedlicher Definitionen bei Vertragsdaten zu Datenintegrationsproblemen kommt. Um für den Vorstand schnell eine konsolidierte Sicht darstellen zu können, müssen in einem solchen Fall als erstes einfache Transformationsregeln definiert und umgesetzt werden.

Hieraus ergeben sich drei typische Herausforderungen die eine integrierte Informationsversorgung erfordern.